I. Korinther 13

Johannes Twaroch

Eine Liebesgeschichte, eine Heiratssache, ein morbides Wien Der arme Poet Franz Joseph liebt die lebenslustige Odilie, doch diese erwählt den erfolgsorientierten Alfred. Keine wird je seinem Sehnen genügen, und er versucht, dem Schmerz schreibend ein Ventil zu verschaffen. Aber durch Johannes Twarochs Feder wird aus Franz Josephs Beschreibung einer lebenslangen Obsession dann doch kein neuer Kitschroman. Seine kurios schlenkernden Sätze, das Stakkato an originellen Einschüben wie Zwiesprachen mit der Leserschaft, sein funkensprühender Sprachreichtum, sein ironisierender … weiterlesen

STILLES STRÖMEN DER ZEIT

Johannes Twaroch

Wenn Texte zünden können . Johannes Twaroch entfacht in seinen “Minutentexten” ein ultimatives Feuerwerk an Sprachkunst. In verknappten Sentenzen stellt er in Frage, was scheinbar außer Frage steht, geht Dingen des Alltags mit gegen den Strich gekämmten Gedanken auf den Grund oder entzieht ihnen diesen einfach – scharfsinnig, tiefsinnig und dabei mit einem überschäumenden, oft rabenschwarzen Witz – und so manches Mal verspürt man hinter den Zeilen und dazwischen … Weisheit, tiefe Lebensweisheit. Jeder einzelne … weiterlesen

Johannes Twarochs LobhudelHeft

Nadja Rösner-Krisch & Erich Schirhuber (Hrsg.)

Johannes Twaroch war viele Jahrzehnte als Hörfunkredakteur eine wesentliche Anlaufstelle für Autorinnen und Autoren. Anlässlich seines siebzigsten Geburtstages zeigt ein Blick auf sein eigenes literarisches Werk wiederum, dass er selber als ein Schriftsteller von Rang genannt werden muss: ein senibler Erzähler, ein schlitzohriger Aphoristiker, ein humorvoller Essayist. Neben neuen und wiederzuentdeckenden älteren Texten versammelt der Band Beiträge von Dietmar Grieser, Alfred Komarek, Matthias Mander und anderen, die schönsten Jubelkritik, den ärgsten Verriss, Reflexionen über das … weiterlesen

Total indiskret

Johannes Twaroch

“Und auch Qualtinger ist bekanntlich nicht als Antialkoholiker in die Annalen eingegangen. Ein Krügerl sind sechs Semmeln, rechnete er. Den Gespritzten trank er grundsätzlich ohne Mineralwasser. Einmal bestellte er in der Kantine des Wiener Funkhauses ein Viertel. ‚Roten oder Weißen?’, fragte der Kantineur. Quasi: ‚Seid wann habts ihr an roten Slibowitz?’” Auch Genies haben Alltagsprobleme wie unsereins. Sie leiden unter Geldmangel, Zahnschmerzen und Hämorrhoiden, müssen sich mit Alkproblemen, Liebeskummer und dem Finanzamt herumschlagen, betrügen und … weiterlesen