Der Ameisengott

Stephan Denkendorf

Bei Stephan Denkendorf ist die Welt immer ein bisschen anders: Über die teilweise ins Absurde gesteigerten Situationen einer Einfamilienhaussiedlung scheint eine höhere Ordnung des Irrationalen zu walten, die ein Bewohner in der Fiktion des Ameisengottes bis zum tragischen Ende aufzuspüren bestrebt ist … Beginnt der Band also mit einer real anmutenden Fiktion, führt der Text „Der sechste Kontinent“ durch einige Länder und Landschaften in kritischen Reisenotizen, die jeweils durch Zwischenrufe im Nachrichtenstil getrennt werden. Die … weiterlesen

Die Hutfabrik

Stephan Denkendorf

Aufstieg und Fall des Hauses Pau Durchgewalkt wird der Filz in der Hutfabrik und ebenso die Menschen, die im Schatten dieser Fabrik, in dieser und durch diese leben oder – sterben. Über ein Jahrhundert spannt sich südlich von Wien das Geschehen, das Stephan Denkendorf in pointilistisch gestreuten Szenen nachzeichnet. In das schale, mäßig bunte Leben schleicht der alltägliche Schrecken, und Angst und Grauen machen sich breit – manchmal unmerklich und doch mit tödlicher Gewalt. Mit … weiterlesen

GROSSO MOGUL

Stephan Denkendorf

Seine letzten Lebensjahre führten Antonio Vivaldi nach Böhmen, nach Venedig, schließlich nach Wien. Trotz hohem Ansehen und europaweitem Ruhm war eine Künstlerexistenz schon damals ein steter Kampf ums Überleben. Stephan Denkendorf entwirft einfühlsam und mit großer Sachkenntnis ein Komponistenporträt, zugleich macht er mit pointilistischer Leichtigkeit eine ganze Epoche erlebbar und zeigt das Alltagsleben von Menschen um Vivaldi: Bühnenbildner, Orchestermusiker – aber auch Bäcker, Kutscher, Prostituierte … Aus kleinen Ausschnitten entsteht ein Ganzes, faszinierend in seiner … weiterlesen

Erde im Herzen

Stephan Denkendorf

“Wenn ich zeichne, erzähle ich. Und meine Geschichten sind Bilder.” Prosatexte der anderen Art – rund um banale wie eigenartige Existenzen der Protagonisten, mit der ständigen Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres Daseins. Und: Was ist Existenz überhaupt? Was ist Wirklichkeit? Ein pures Lesevergnügen: erstaunlich, farbig und expressiv. “Zwischen Zügen und Geleisen irrt der Gebirgszwerg herum. Mit diesen zitternden Lippen: wenn jemand die Sprache verliert. Da bleibt er stehen. Reißt sich die dreckig-rote Zipfelmütze vom Kopf: … weiterlesen