| Maria-Christine Leitgeb Liebe und Magie Die Geburt des Eros und Ficinos De Amore Vorwort: Eugen Dönt 2004, 192 Seiten, engl. Broschur ISBN 978-3-902300-09-6 € 19,90 |
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ZUR PERSON
| Maria-Christine
Leitgeb, geb. 1967, Philologin
und Indologin; Publikationen zu Platon, dem Platonismus und dem Fortwirken
des antiken Mythos; Mitarbeit an Forschungsprojekten der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften und des Fonds zur Förderung
wissenschaftlicher Forschung (FWF) in Wien. Informationen zur wissenschaftlichen Arbeit der Autorin: www.univie.ac.at/klassphil/projekte.html |
Die Liebe ist die Achse des philosophischen Systems des Florentiner Neuplatonisten Marsilio Ficino (1433-1499). Ihre Konstitution enthüllt sich ihm im platonischen Geburtsmythos des Eros (Symposion). Poros und Penia bezeichnen bei Platon die Grenzen, innerhalb derer Liebe sich ent
wickelt. Sie stehen für den unerschöpflichen Reichtum der göttlichen
Sphäre (Poros), und die Defizienz, die allem Irdischen anhaftet (Penia).
Aus ihrem Zusammentreffen geht Eros hervor, der große Dämon der Mitte,
der Gott des philosophierenden Menschen.
„Ficinos Texte sind keine leichte Lektüre. Ihr stets gegenwärtiges
platonisches Hauptthema wird in einer Vielzahl von Formen
naturwissenschaftlichen, medizinischen, astrologischen, mythologischen,
ja magischen Charakters variiert. Dazu bediente sich Ficino nahezu der
gesamten ihm vorausliegenden philosophischen und wissenschaftlichen
Literatur, sodaß die Fülle seiner Quellen und Bezugstexte einen fast
ebenso allseitig gebildeten Leser erwartete.
Umso notwendiger und erfreulicher ist es, wenn nun ein zentraler Abschnitt
aus Ficinos berühmtestem Werk in umfassend erklärender und
interpretierender Weise zugänglich gemacht wird.“ Eugen
Dönt