| Anita C. Schaub |
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Mit
einem Interview und Text
der Literaturnobelpreisträgerin
Elfriede Jelinek
In diesem hochaktuellen Buch führt die Germanistin und Frauenforscherin Anita C. Schaub Gespräche mit österreichischen Autorinnen zu den persönlichen Situationen, zur Einstellung zum Schreiben, zu Problemen, Perspektiven der Literatur u. v. a. m. Zu Wort kommen Ilse Aichinger, Barbara Frischmuth, Petra Ganglbauer, Elfriede Gerstl, Elfriede Hammerl, Elfriede Haslehner, Eva Jancak, Elfriede Jelinek, Hilde Langthaler, Friederike Mayröcker, Anna Mitgutsch, Christa Nebenführ, Barbara Neuwirth, Christine Nöstlinger, Hilde Schmölzer, Brigitte Schwaiger, Marlene Streeruwitz und Renate Welsh. Jedem Interview folgt ein Text der jeweiligen Autorin.
„Warum
soll ich etwas anderes schreiben als Frauenliteratur - ich bin eine
Frau! Aber ich will dabei niemanden ausgrenzen.“
Barbara Frischmuth
„Ich
möchte mitarbeiten, dass diese Gesellschaft sich in eine Richtung
entwickelt, die ich für wichtig und wesentlich halte - damit meine ich, Frauen brauchen den ganzen Himmel, nicht nur die Hälfte - und dass sich diese Jahrtausende alte Diskriminierung, diese
Ungeheuerlichkeit, die mit Frauen passiert ist, diese Unterdrückung, die noch lange nicht zu Ende ist, nicht weiter fortsetzt.“
Hilde Schmölzer
„Solange
die Norm männlich, also in der patriarchalischen Kultur begründet
ist, liegen die Bewertungskriterien für Kunst beim Männlichen. Und das Männliche wird alles, was Frauen hervorbringen, immer verachten bzw. gering schätzen. Das Patriarchat vergötzt die Frau nur als Mutter oder als schöne
Ikone, aber auch als solche verachtet sie das Patriarchat letztlich.“
Elfriede Jelinek
„Männer
und Frauen schreiben, wenn sie sprachliche Kunstwerke produzieren, nichts anderes als „Literatur“, ohne
einschränkende
Kategorisierung. Daneben gibt es Frauenliteratur, d. h. jene Bücher von Frauen über
Frauen für Frauen,
wie es immer heißt. Sie haben ihre Berechtigung als Verständigungstexte zu bestimmten
Problemkreisen, aber sie sind keine Literatur, sondern frauenbewegte Texte. Das einzige Kriterium für Literatur ist Sprache, Form, nicht Absicht.“
Anna Mitgutsch
„Im
Übrigen hat eine auch selbstzerfleischend geführte Debatte über weibliches Schreiben nicht dazu geführt, dass Schreiben für Frauen selbstverständlicher geworden ist. Der Aspekt des Geschlechts führt eher zu Diskriminierung als zu einer
selbstverständlichen Berechtigung.“
Marlene Streeruwitz
„Ich
habe vor zu schreiben, bis ich umfalle.“
Friederike
Mayröcker
ZUR
PERSON
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Anita C. Schaub, geb. 1959, Magistra (1986) und Doktorin (2003) der Philosophie (Schwerpunkt Frauenforschung), Pädagogin, Psychologin, Germanistin, Lehrerin, Beraterin an Pflichtschulen; schriftstellerisch tätig; lebt und arbeitet in Wien. |
PRESSESTIMMEN
„
FrauenSchreiben? Ja, gottlob, und noch immer
… Kürzlich fand in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur
(in Verbindung mit einer Buchpräsentation – Anita C. Schaub: FrauenSchreiben/EDITION
ROESNER) eine Veranstaltung zum Thema „Frauen schreiben anders?“ statt
…“
[sic!]
„FRAUENBUCH
– 17 österreichische Autorinnen über ihre Schwierigkeiten, sich im
Literaturbetrieb gegen Männer zu behaupten. Dazu: ein unveröffentlichtes
Interview mit Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: ‚Das Männliche wird
alles, was Frauen hervorbringt, immer verachten.“
Andrea Braunsteiner/
WOMAN, (29. Oktober 2004)
„Es
ist ein wichtiges, ein spätes Buch, das große Aufmerksamkeit verdient und
hoffentlich positive Reaktionen auslöst … Das Buch FrauenSchreiben gehört
nicht nur von Politikern, die Rahmenbedingungen für Schriftsteller schaffen,
gelesen, sondern auch von Lebenspartnern schreibender Frauen, damit in Zukunft
nicht so viel durch widrige Umstände Nichtgeschriebenes verloren geht. Die
Phrase ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’, seit Jahrzehnten in
Parteiprogrammen, diene als abschreckendes Besipiel.“
Eleonore Zuzak/ Literarisches Österreich, Organ des Österreichischen
Schriftstellerverbandes, (2/2004)
SchreibGründe
„ ‚Hatten Sie in Ihrer Herkunftsfamilie feministische Vorbilder?’,
‚Kann frau Schreiben und Familie unter einen Hut bringen?’, ‚Fühlst
Du Dich als Autorin jetzt etabliert?’ sind nur einige der Fragen die
Anita C. Schaub, Wiener Wissenschafterin und Schriftstellerin, den
verschiedensten österreichischen Autorinnen gestellt hat. Und Barbara
Frischmuth, Elfriede Haslehner, Elfriede Jelinek, Hilde Langthaler, Renate
Welsh und viele andere antworten und sind jeweils mit einem eigenen Text
über schreibende Frauen vertreten. So entsteht ein Panorama der
Existenzweisen österreichischer Autorinnen, die in ihren Texten auch die
ganze Bandbreite von Meinungen und Theorien zu Literatur von Frauen, zu
Frauenliteratur, zu feministischer Literatur widerspiegeln ...“
an.schläge/ Weiber Diwan, (Frühjahr 05)
Weitere Verweise auf das Buch u. a. in: Germanistik, Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen, Bd. 46(2005) Heft 3-4