| Erich Sedlak Notlandung im Schlaraffenland Satiren 2008, 182 Seiten engl. Broschur, ISBN 978-3-902300-33-1 € 14,85 |
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Erich Sedlak ,
geboren in Wien, lebt in Wiener Neustadt als freier Autor, ist Mitglied des Internationalen und Österreichischen P.E.N.-Clubs, des Literaturkreises PODIUM,
des Österreichischen Schriftstellerverbandes, KOGGE (Deutschland) und Präsident des niederösterreichischen P.E.N.-Clubs. Er veröffentlichte bisher 18 Bücher, zuletzt erschienen: Heiß geliebte Sauna. Hitz und Schwitzgeschichten. 1999, Das kleine Mörder-ABC. 2000, Rette sich wer kann. Satiren. 2001, verbrennt mein feld. Kunstband mit Gedichten. Zeichnungen von Bernhard Hollemann. 2002, Ikarus oder Die Zerbrechlichkeit der Flügel. Roman. 2004, Reisezeit. Lyrik. 2007, Herausgeber der P.E.N.-Anthologie süchtig. 2007 und der DVD-Reihe Autorenporträt des niederösterreichischen P.E.N.-Clubs. Zudem verfasste er Drehbücher für das Fernsehen, schrieb TV-Theaterstücke, im Rundfunk wurden Hörspiele gesendet, seine Bühnenstücke wurden an österreichischen und deutschen Theatern aufgeführt, zahlreiche Lesungen im In- und Ausland; seine Texte werden von Schauspielern wie Wolfgang Böck, Karl Merkatz, Fritz Muliar, Herwig Seeböck, Kurt Sobotka, Gerhard Tötschinger und Heinz Holeczek vorgetragen. Preise und Auszeichnungen: Österreichischer Dramatikerpreis, Romanpreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, Literaturpreis des Landes Niederösterreich, erster Preis bei Wein & Literatur, Theaterpreis Freie Bühne (BRD), Goldene CD für Liedertexte, Silberne Stadtwappennadel und Kulturpreis der Stadt Wiener Neustadt. |

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Von einer Notlandung kann in diesem Schlaraffenland heiterer Alltäglichkeiten und alltäglicher Heiterkeiten wohl keine Rede sein - eher von einer Punktlandung. Wortwitz, der nicht verletzt, Selbstironie, die uns verschmitzt zuzwinkert, und ein Feuerwerk treffsicherer Pointen lassen die vierzig Satiren von Erich Sedlak nur allzu schnell vorüberziehen und wecken den unbedingten Wunsch auf eine baldige Fortsetzung ...
Michael Stradal, 7. September 2008 Erich Sedlaks Humor bleibt von Buch zu Buch unverwüstlich der gleiche. Sollte der Leser zum Beispiel noch nie Bügeleisen gesammelt haben: Nach der entsprechenden Satire wird er es tun. Sollte eine Leserin nicht mehr wissen, was sie den Lieben daheim kochen soll, wäre die Lektüre der Satire „Nouvelle Cuisine“ zu empfehlen. Außerdem wird vor der Zucht von Champignons eindringlich gewarnt. Von Bewährtem abgesehen: ist bei Erich Sedlak von Buch zu Buch eine Verschiebung von Prosa und Erzählerischem hin zu Dialog und Szenischem zu bemerken. Nicht zu Ungunsten der Wirksamkeit der Texte. Umso mehr Ausdruck stellt sich daher ein, wenn Erich Sedlak eine Lesung gibt. Dann berichtet der uneingestandene Kabarettist durch seine Satiren wie von sich selbst. Und die Zuhörerschaft darf sich einreden, nicht unbedingt auch gemeint und entlarvt zu sein. Diese wohltuende Distanzierungsfinte bewahrt vor allzu schroffer Selbsterkenntnis. Dennoch: Entlarvung ist es. Die Satiren mögen noch so flott und gutgelaunt dahineilen - irgendwann später stellt sich ein beklemmendes Rückbesinnen ein. Es gibt keine Paradiese, und es gibt keine Idyllen, und es gibt keine Ausnahmesituationen. Das Leben wird überrollt vom Kommerz und Konsum. Überrollt von den Scheinbedürfnissen der Vielzuvielen, die überall sind. Und sind sie noch nicht dort, dann werden sie hingeschafft. Das Leben erscheint endlich als ein einziger auswegloser Schiffbruch, unvermeidlich und jedermann unentrinnbar. Das Buch endet mit dem Text „Hoka Hay“, eine Skizze über die Indianer im Kampf gegen General Custer am Little Bighorn River. Plötzlich wünscht man, Erich Sedlak schriebe nur solche Texte. Aber dann begreift man, dass auch alle vorhergegangenen Satiren nichts anderes waren als solche Kämpfe ums letzte Überleben und Sterben. Stephan Denkendorf, September 2008 Ich bin sicher, ich werde die eine oder andere Satire in meine Lesungen aufnehmen und viele Zuhörer werden sich sicher freuen, dass sie diese jetzt auch kaufen können. Wolfgang Böck, September 2008 |