EDITION ROESNER
artesLiteratur
| Tobias Kiwitt und Ulrich Klan (Hrsg.)
Amnesty International und
Armin T. Wegner-Gesellschaft
„Wer die Wahrheit spricht ...,
muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten.“
Ein Menschenrechte-Lesebuch
Nachwort: Günter Wallraff
2010, 224 Seiten, Hardcover,
ISBN 978-3-902300-50-8
€ 22,90
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BUCHINFORMATION
„Das Recht des Menschen ist mit ihm geboren worden.
Dies ist das heiligste Gesetz der Erde.“
Armin T. Wegner, 1919
Eine Hommage an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und an Armin T. Wegner –
und ein einzigartiger Lese- und Erfahrungsband zu den Menschenrechten mit 26 Kurzgeschichten!
Die Unteilbarkeit der Menschenrechte spiegelt sich in diesem Lesebuch
auf eine ganz besondere Weise wider:
26 AutorInnen widmen sich je einem Menschenrechtsartikel.
Keiner der Beiträge beinhaltet wirklich nur ein Menschenrecht,
sondern wirklich eine bunte Mischung von Menschenrechten,
die es zu entdecken gilt.
Eine solche ganz besondere literarische Hommage an die Menschenrechte
macht dieses Lesebuch damit zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
„Damit versteht sich dieser Leseband als ein Buch,
das den menschenrechtlichen Diskurs fortführt und neu belebt.
Es will Mut machen, sich für die Menschenrechte einzusetzen.
26 junge Beiträge laden Sie dazu persönlich ein, ganz konkret das zu tun,
was neben Peter Benenson auch Armin T. Wegner tat:
sich vereint für die Menschenrechte zu engagieren.
Denn die Menschenrechte beginnen mitten unter uns.
Schützen wir sie, dann schützen sie uns.“
Tobias Kiwitt
„Sein Vermächtnis lebt. In heutigen Worten ein Global Player,
eine frühe internationale Drehpunkt-Persönlichkeit für eine humanere Welt,
ist Armin T. Wegner zum Vorbild für aufrechten Gang und Zivilcourage geworden.“
Ulrich Klan
„Den Texten und diesem vorliegenden Lesebuch [...]
wünsche ich [...] viele LeserInnen –
und praktische Umsetzung ins gesellschaftliche Leben.“
Günter Wallraff
ZU DEN PERSONEN
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Tobias Kiwitt,
geb. 1979; Rechtsanwalt, Völkerrechtler,
Schriftsteller; Studium der Rechtswissenschaft und Sozialwissenschaften in Bochum
und am Centre for Petroleum, Mineral Law &
Policy (CEPMLP) im schottischen Dundee
sowie an der Deutschen Hochschule für
Verwaltungswissenschaften in Speyer mit
Schwerpunkt Völkerrecht, Energierecht
und Internles Recht. Arbeit für das
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) in Wien und Mitarbeit an der
Kommentierung des Art. 3 Europäische Menschenrechtskonvention (Folterverbot) für
den Kommentar „Korinek/Holoubek, Österreichisches Bundesverfassungsrecht“.
Gründer und Erfinder des „Aktionsbündnis für
faire Verlage – Fairlag“ (www.fairlag.info),
Vorstandssprecher des Bundesverband
junger Autoren und Autorinnen (BVjA),
aktives Mitglied der Amnesty Themenkoordinationsgruppe Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte und der
Arbeitsgruppe Juristen Köln. Im Jahre 2005:
Initiierung des ersten Deutschlandsbesuchs
des ehem. US-Todesstrafenkandidaten
Juan Roberto Melendez (der 17 Jahre unschuldig im Todestrakt in Florida gesessen
hat).
Diverse literarische und fachjuristische
Veröffentlichungen, auch im Medizinrecht
und zu den Autorenrechten.
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Ulrich Klan,
Musiker und Komponist, Autor, Pädagoge.
Buch- und CD-Veröffentlichungen. Mitbegründer freier Musikensembles: Trio con
Voce, Duo Dada und die politische Musiksatire-Band Fortschrott (Preisträger des
WDR – www.fortschrott.de). Eigene Film-und Theatermusiken, Kompositionen für
verschiedene Besetzungen, Chansonzyklen
zur Poesie verbrannter und verbannter
AutorInnen wie z. B. Else Lasker-Schüler,
Lola Landau, Armin T. Wegner, Paul Zech
und Erich Mühsam.
Initiator und Leiter internationaler Verständigungs-, Erinnerungs- und
Musikprojekte – z. B. „Europe meets Australia“
(1999/2000), „picture of a voice“ (2003 – 2008) und „Internationales Albert Camus
Festival“ (www.camus-lebt.de). Mitbegründer und Vorstandsmitglied der
internationalen Armin T. Wegner-Gesellschaft
(www.armin-t-wegner.de und www.armin-t-wegner.us). Mitbegründer politischer
Basisinitiativen wie der Bürgerinitiative
„FREIe HEIDe“ – nach 17 Jahren gewaltfreiem
Widerstand war diese Initiative 2009 erfolgreich gegen den Bombenabwurfplatz der
Bundeswehr („Bombodrom“) in der Ruppiner Heide in Brandenburg. Ulrich Klan
ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn
und lebt in Wuppertal.
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PRESSESTIMMEN
Elfriede Ott liest aus Amnesty-Menschenrechtsbuch
www.amnesty-regionwien.blogspot.com
amnesty-regionwien blogspot, Dezember 2010
Jung-Autoren feiern Armin T. Wegner

Dezember 2010
Elfriede Ott las bei Edition Rösner

Mit dem treffenden Titel „Wer die Wahrheit spricht..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten“ stellte die Edition Rösner am Samstag ihr neuestes literarisches Werk vor. Die Lesung hielt Prinzipalin und Bühnen-Legende Elfriede Ott. Unter den begeisterten Gästen waren auch Bürgermeister Hans Stefan Hintner, der die Eröffnung vorgenommen hatte, sowie Stadträtin Franziska Olischer und Gemeinderat Christoph Kny. Die einleitenden Worte zur Lesung hatten Tobias Kiwitt und Christoph Haacker gesprochen.
NÖN, Woche 50, Dezember 2010
Weihnachtsfeiern und gute Taten in der Mödlinger Adventzeit

... MÖDLING. Mit dem Titel "Wer die Wahrheit spricht ..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten", stellte die Mödlinger EDITION ROESNER ihr neuestes Werk vor. Die Lesung hielt Theater-Principalin und Bühnen-Legende Elfriede Ott ...
Bezirks Blätter/MÖDLING, Nr. 51 - 22. Dezember 2010
Elfriede Ott kämpferisch: „Man hat Menschenrechte zu achten!“

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als Elfriede Ott in der Galerie Sala Terrena im Rathjaus Mödling (NÖ) für die zahlreichen Lauscher im Menschenrechte-Lesebuch „Wer die Wahrheit spricht..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten“ blätterte. Mit dabei auch die beiden Autoren Tobias Kiwitt und Christoph Haacker.
Heute, Nr. 1149 – 14. Dezember 2010
Kammerschauspielerin Elfriede Ott liest: "Wer die Wahrheit spricht..."
www.zachariades.de
Andi Zachariades Blog, 1. Dezember 2010
Wer die Wahrheit spricht
wuppertaler rundschau am samstag, 20. November 2010
Das vorliegende Buch enthält zunächst eine Würdigung des Dichters Armin T. Wegner (1886-1978). Er schrieb 1933 nach der Machtergreifung Hitlers einen Protestbrief an die Parteizentrale der NSDAP gegen die Entrechtung vieler Menschen. Nach seiner Festnahme, Folter im Gestapogefängnis und Internierung in mehreren KZs ging er ins Exil. Er wird in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ posthum geehrt. Mit seinem Brief an die politische Führung nahm er die Methode vorweg, mit der Amnesty International sich wirkmächtig für Menschen und gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzt.
Jüngste Umfragen haben gezeigt, dass die 30 Artikel der 1948 geschaffenen Menschenrechtserklärung in den meisten Ländern der EU als „zustimmungswürdig“ gelten. So auch in Österreich. Doch eine wirkliche Kenntnis der bürgerlichen, politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundsätze der Artikel ist nicht festzustellen. In der Islamdebatte z. B. werden diversen Staaten Menschenrechtsverletzungen von unseren PolitikerInnen und der sog. öffentlichen Meinung vorgeworfen, viele Menschenrechte missachtenden Entscheidungen im eigenen Land aber gut geheißen. D.h. es scheint keine wirkliche Vertrautheit mit der UNO-Charta zu geben.
Der Religionsunterricht, aber auch die Konfirmandenarbeit, die Arbeit in den Pfarrgemeinden könnten diesem fehlenden Wissen entgegenwirken, ja geschützte Räume bieten, wo der Einsatz für die Menschenrechte quasi geprobt werden kann. Praktiziertes Kirchenasyl hat z. B. zu diesem neuen politischen Bewusstsein geführt: Die Menschenrechtserklärung wurde zur notwendigen Argumentationshilfe und Grundlage in der Entscheidungsfindung.
Das vorliegende Buch bietet sich als ausgezeichnete Grundlage an. Es enthält 26 verschiedene Geschichten über Schicksale von unterschiedlichen Menschen in Lebenssituationen, die ihren Handlungsspielraum einengen, bzw. unmöglich machen und vor allem ihre unantastbare Würde negieren. Das der jeweiligen Erzählung eingefügte Menschenrechtszitat argumentiert gerade diese Würde, macht sie sichtbar und eröffnet – wenn nicht Zukunft, so doch einen Hoffnungshorizont. Die 26 AutorInnen zeichnen anhand eines Menschenschicksals Momentaufnahmen nach, die einen empathischen Zugang ermöglichen und zu einer intellektuellen Stellungnahme herausfordern.
Denn die in einem eigenen Kasten zitierten Menschenrechtsartikel im Rahmen der Darstellung hindern daran, in bloßer Betroffenheit oder bei Mitgefühl zu verharren. Das Zitat selbst steht eindeutig gegen das geschilderte Unrecht, Beschönigung oder Achselzucken ist nicht möglich. In aller Klarheit wird die Not-Wendigkeit des Menschenrechtsartikels einsichtig, die Formulierung bleibt nicht auf dem Papier aufgelistet, sondern verbindet sich mit dem dargestellten Menschen zu seiner und ihrer Hoffnung und dem Appell an die Leser, ihre eigene Handlungsfreiheit zu nutzen und sich einzusetzen.
Keine der Geschichten ist überzeichnet oder rührselig. Sie verlocken vielmehr dazu, sich mehr Wissen über die geschilderten Umstände anzueignen.
Das Buch ist für den Religionsunterricht ab der Sekundarstufe I sehr empfehlenswert!
Rezension für die religionspädagogische Publikation Schulfach Religion, Mag. Barbara Rauchwarter, November 2010
GefährlicheWahrheit
Wer die Wahrheit spricht, muss
immer ein gesatteltes Pferd
bereithalten“: Diesen Titel trägt ein
soeben erschienenes Lesebuch zum
Thema Menschenrechte, das 26
spannende Kurzgeschichten von
jungen Autoren und
Autorinnen enthält.
Sie wurden ausgewählt
aus den insgesamt
500 Einsendungen
zum ersten Armin-
T.-Wegner-Literaturwettbewerb,
den
Amnesty International
gemeinsam mit
der Wegner-Gesellschaft
ausgeschrieben
hatte. Leiter dieser Gesellschaft
– und als solcher
Mitherausgeber
des Buches – ist ein gebürtiger
Hofer: Ulrich Klan, Sohn des
Röntgenfacharztes und langjährigen
Stadtratsmitglieds Dr. Hermann
Klan. Er ist Geiger und Liedermacher,
hat Sozialwissenschaften studiert
und unterrichtet in Wuppertal an einer
Gesamtschule. Die Wegner-Gesellschaft
pflegt das Andenken an einen
pazifistischen Dichter, der 1886
in Wuppertal geboren wurde und
1978 in Rom gestorben ist. Wegner
schrieb zunächst expressionistische
Gedichte und war später vor allem
als Reiseschriftsteller erfolgreich. Im
Vorwort des Menschenrechte-Buches bezeichnet ihn Ulrich
Klan als aktuelles Vorbild für Zivilcourage:
Er protestierte
unter anderem gegen
den Völkermord in Armenien
und – in einem
Brief an Hitler vom
April 1933 – gegen Antisemitismus
und Rassenwahn.
Der Buchtitel
greift ein weltweit
verbreitetes Sprichwort
auf, das in seiner armenischen
Variante von
Wegner überliefert
wurde. Es besagt: Die
Wahrheit ist ein gefährliches
Gut. Schirmherr
des Literaturwettbewerbs war
übrigens der Schriftsteller Günter
Wallraff, der als Anfänger von Wegner
ermutigt worden war. Der Exildichter
hörte den jungen Wallraff
einst bei der Dortmunder „Gruppe
61“ und prophezeite: „Von ihm werden
wir noch viel hören und lesen,
wenn seine Kritiker, die braven Versemacher,
verstummt sind.“
FEUILLETON, Ralf Sziegoleit, 13. November 2010
Unterhaltsames Buch über Menschenrechte
Westfälischen Rundschau, 6. November 2010