Monika Höglinger

Verschleierte Lebenswelten

Zur Bedeutung des Kopftuchs für muslimische Frauen

Ethnologische Studie

Mit einem Vorwort von Andre Gingrich und einem Nachwort von Barbara Frischmuth

2002, 148 Seiten, franz. Broschur
19.90 € (A), 19.40 € (D)
ISBN: 978-3-902300-03-4
Erhältlich als E-Book: Link

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Buchinfo

Das Buch Verschleierte Lebenswelten von Monika Höglinger wurde mit dem Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch 2003 (Renner-Institut) ausgezeichnet.

Verschleierte oder Kopftuch tragende muslimische Frauen in Europa – kaum ein Thema vermag derart viele Vorurteile auf den Plan zu rufen, kaum ein Thema erweckt so viele Emotionen. Während die einen sofort von Unterdrückung islamischer Frauen sprechen und das Kopftuch unhinterfragt als ein Symbol für den fundamentalistischen Islam sehen, neigen andere zu nicht weniger verzerrenden Romantizismen.

In diesem hoch aktuellen Buch kommen die Frauen nun selbst zu Wort. Plötzlich ‚lüften sich die Schleier’ – und es wird aus den Lebenskontexten heraus verständlich, wie diese Frauen wirklich denken, was sie tatsächlich fühlen, wie sie hier leben.

Ich habe die Möglichkeit und die Macht, Mythen zu konstruieren, aber auch, sie zu dekonstruieren.

 Monika Höglinger

Verhüllt sein ist also keineswegs identisch mit erniedrigt sein. Im Gegenteil, es kann auch mit höchstem Respekt zu tun haben.

 Andre Gingrich

Es bedarf solcher Studien, um uns die Vielfalt der Lebenswelten erkennen zu lassen. Und wir tun gut daran, uns mit ihnen vertraut zu machen, denn es sind mittlerweile eingebürgerte und somit österreichische.

 Barbara Frischmuth

Medienecho

„Während vielen Musliminnen in den 70er- und 80er-Jahren den Schleier ablegten, ist das Kopftuch für manche ihrer Töchter Teil einer neuen Identität.“

Heidi Weinhäupl, DER STANDARD

 

„Wir sollten unsere eingeengte Wahrnehmung von Kopftuchträgerinnen durch das Erweitern unseres Blickfeldes differenzieren – in diesem Sinn ist das Buch von Monika Höglinger mit seinen Schlaglichtern ein Beitrag zu antirassistischer Bewusstseinsbildung.”

Christina Buder, frauensolidarität

 

„Barbara Frischmuths Nachwort macht darauf aufmerksam, daß es höchst an der Zeit ist, sich mit der ‚Vielfalt der Lebenswelten‘ in Österreich vertraut zu machen.“

Die Presse

 

„Bäuerinnen tun es, Nonnen tun es, sogar Surf-Cracks und Snowboarder tun es, doch nur bei muslimischen Mädchen und Frauen ruft es so viele negative Emotionen und Vorurteile hervor: das Tragen eines Kopftuches.“

Daniela Digruber, fiber

 

„Das islamische Kopftuch – Ort kontroverser Gefühle und Phantasien.“

Karin Eckert, an.schläge

 

„Dennoch bleibt der Band eine überaus lohnenswerte Lektüre, weil er es schafft, Vorurteile aufzubrechen, vielleicht sogar mehr Gelassenheit in die teils hitzige Kopftuch-Debatte eindringen zu lassen.“

Gudrun Sailer, Radio Vaticana, 10. Januar 2004

 

„Aus den Lebenskontexten wird verständlich, wie diese Frauen denken und leben.“

Familien-Zeitschrift des Katholischen Familienverbandes Österreichs

 

„… Der mit 7.000 Euro dotierte Preis des Renner-Instituts wurde von SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer überreicht. Gemeinsam mit Kapuscinski wurden fünf Bücher mit Anerkennungspreisen prämiert. Monika Höglinger erhielt die Auszeichnung für eine Studie über die Bedeutung des Kopftuches für muslimische Frauen mit dem Titel ‚Verschleierte Lebenswelten‘.“

Wien, APA, 25. Mai 2004