BARCELONA DREAM

Corinna Antelmann

„Die Püppchen-Gefahr scheint gebannt, nicht aber die Gefahr des Scheiterns.“ Die angehende Filmemacherin Eva träumt von ihrem ersten langen Spielfilm. In der Hoffnung, dass Filmmacher Dany ihr den Einstieg in die Branche ermöglicht, reist sie zu Dreharbeiten ihres Regie-Idols nach Barcelona. Bereits nach wenigen Tagen verstrickt Eva sich in ein unentwirrbares Beziehungsgeflecht, in dem sich Traum, Film und Wirklichkeit miteinander verweben. Evas Auseinandersetzung mit dem männlichen und dem weiblichen Blick, verpackt in eine wundervolle Sprache, … Weiterlesen

IRGENDWOHIN UND ZURÜCK

Heinrich Thaler

Wenn Notizen zu Botschaften werden …   Das Tagebuch des jungen Othmar aus Baden bei Wien führt uns hinein in eine schreckliche Zeit und in ein raues Leben. Denn durch Hitlers Krieg verschlägt es ihn, der gerade erst maturiert hatte, an die Ostfront. Sein eben begonnenes Medizinstudium bewahrt ihn vor dem Dienst mit der Waffe und rettet so wohl sein Leben. Schwer erkrankt führt ihn das Schicksal am Ende des Krieges quer durch Österreich nach … Weiterlesen

KOLLER

Joergen Goettrup Nielsen

»Wenn alles, was bisher gültig war, von einem Moment auf den anderen zerbricht und für immer eine andere Form bekommt, etwas anderes bedeutet, sich anders anfühlt und fremd ist, was kann man da noch hoffen?«   Koller – ein Thriller, oder vielleicht vielmehr eine Lebensgeschichte, die sich nach einem anfühlt, von der wir uns wünschen würden, dass sie nicht so viel Reales beinhaltet?   Als er auf seine Tochter und sein Enkelkind wartet, fallen plötzlich … Weiterlesen

Der Kunstraucher

Stephan Denkendorf

„Der Kunstraucher überlegt, Mörder zu werden.“ Stephan Denkendorfs neuer Erzählband entführt uns wieder in scheinbar alltägliche Situationen, die mit Alltag aber rein gar nichts zu tun haben. Vielmehr werden in provokanter Weise, und brillant subtil herangeschrieben, existenzielle Fragen aufgeworfen, die weniger zum Nachdenken anregen, sondern innere Diskurse ultimativ entfachen. Einmal geht es um die verzweifelte Situation des Künstlers und seinem Zwang, Sensationen erfinden zu müssen, um dem, sagen wir: wenig denkenden Massenpublikum zu entsprechen. Und … Weiterlesen

Die Scherben des Lebens

Michael Stradal

„Mit voller Wucht treffen die junge Pauline die Schicksalsschläge, dennoch versucht sie ihr Leben mit viel Energie zu meistern und ihren Weg im Spannungsfeld zwischen Beruf, Familie und Geliebtem zu gehen.“ Judith Gruber-Rizey (Schriftstellerin)   Bis zur letzten Seite dieses spannenden Romans über ein bewegtes Frauenschicksal in „unserer ganz normalen Gesellschaft“ – mit vielen überraschenden Kehrtwendungen – fiebert man mit der sympathischen jungen Pauline mit.   „Die Geschichte einer Frau – gefühlvoll, intensiv und voller … Weiterlesen

DIE LEIBWÄCHTERIN

Regine Koth Afzelius

»Zwischen Sexspielzeug und Pflegeheim haben die Sprachkompositionen von Regine Koth Afzelius ihr Land gefunden, und wer nicht wagt, es zu betreten, der versäumt etwas.« Peter Pisa, Kurier   Nach ausgiebiger Sturm-und-Drang-Zeit hat Stella das Erbe ihrer Herkunft angetreten: als Orgelbauerin auf dem gemeinsamen Hof mit dem heimlich begehrten Finn und dem amüsanten Winzernachbarn Jerome. Doch die schwere Erkrankung des Vaters überschattet schon bald ihre Idylle und zwingt sie, sich zwischen den unwürdigen Bedingungen des Pflegesystems … Weiterlesen

Die Rahmenhandlung

Friedrich Hahn

Winfrieds Leben verläuft unspektakulär: Mit seiner Tochter und der Kindesmutter hat er schon lange keinen Kontakt mehr und er betreibt ein Bilder- und Rahmengeschäft. Er selbst fühlt sich bald auch als Rahmen, als Rahmen ohne Bild. Kurzerhand entscheidet er sich, seine Rahmenhandlung aufzulösen, Platz zu schaffen für ein wenig Restleben! Möglicherweise Italien? Trotz Corona-Virus? Trotz Corona-Virus! Er macht sich auf den Weg: Keiner weiß wohin, nicht einmal er selbst … Mit Witz, Spannung und einfühlsamer … Weiterlesen

Dichtung, was ist das?

Richard Bletschacher

In einer Welt, in der sich eine bedenkliche kulturelle Verwahrlosung erkennen lässt, erscheint es an der Zeit, ein Zeichen zu setzen.   Wer anders als Richard Bletschacher wäre besser geeignet, auf die großen Werke einer Jahrtausende alten literarischen Kultur mit allem gebotenen Nachdruck zu verweisen, der Europa seinen einzigartigen Rang verdankt und uns zu denen machte, die wir heute sind.   Dieses ebenso spannende wie gleichwohl informative Buch ist ein zu Recht flammendes Plädoyer dafür, … Weiterlesen

Manfred

Günther Zäuner

Ein Namenloser unter Millionen, der plötzlich, Jahrzehnte nach Kriegsende, durch ein unscheinbares Kistchen auf sich aufmerksam macht. Er wollte nicht in einen sinnlosen Krieg ziehen, doch er hatte keine Wahl. Ein Namenloser unter Unzähligen, der vom selbsternannten Führer ins Feuer gehetzt wurde, ein „Bauernopfer“. Manfred wollte Priester werden und nur einem Herrn dienen – Gott. Doch Gott hatte andere Pläne für ihn: Mit gerade einmal 19 Jahren starb Manfred Gugler irgendwo in der Sowjetunion, verscharrt … Weiterlesen

ERZÄHL MIR NICHTS

Friedrich Hahn

Wilfried Knechtl musste einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Nach einer Phase der tiefen Depression versucht er wieder Fuß zu fassen in seinem Leben. Er will reden, versucht, wieder unter die Leute zu gehen, will Leuten aus seinem beruflichen und persönlichen Umfeld seine Geschichte erzählen. Aber kaum setzt er an, werden ihm auf Stichwort „Krankheit“, „Alkoholmissbrauch“, „Tod auf Raten“, „Lebensgefährtin“, „Tragödie“ fremde Geschichten erzählt. Friedrich Hahn entwirft ein Panoptikum menschlichen Leidens. Die Geschichte von Wilfried Knechtl und … Weiterlesen

Der Kunstliebhaber

Regine Koth Afzelius

„Regine Koth Afzelius‘ Roman „Der Kunstliebhaber“ stellt eine höchst vergnügliche Schule des Sehens dar: Mithilfe der faszinierenden Leichtigkeit ihrer Sprache gelingt es der Autorin, die mehr oder weniger ausgeprägte Schaulust ihrer Leserschaft in eine veritable Sehsucht zu verwandeln. Kompliment!“ Ursula Storch, Kunsthistorikerin   Dem genialen Kunstexperten, Querdenker und alternden Weiberhelden Leo gehen die Meisterwerke der italienischen Renaissance über alles, auch über Familie und insbesondere tiefere Beziehungen zu Frauen. Mit Leidenschaft und vehement insistierend erörtert er … Weiterlesen

Dürnstein ... kann sehr kalt sein

Erich Schirhuber

Die Tote aus der Donau und der alte Hofrat aus Krems   Dass in Dürnstein bei einem der legendären Sonnwendfeste die Leiche einer jungen Frau am Donau-Ufer gefunden wird, passt so gar nicht zum romantischen Flair dieses Städtchens, dem touristischen Glanzpunkt der Wachau. Die Kripo Krems bleibt schnell bei den Ermittlungen in Mutmaßungen stecken, ebenso kursieren in der Stadt die wildesten Gerüchte. War es ein Flüchtlingsdrama, ist es ein Politskandal oder verbirgt sich hinter allem … Weiterlesen

Der Ameisengott

Stephan Denkendorf

Bei Stephan Denkendorf ist die Welt immer ein bisschen anders: Über die teilweise ins Absurde gesteigerten Situationen einer Einfamilienhaussiedlung scheint eine höhere Ordnung des Irrationalen zu walten, die ein Bewohner in der Fiktion des Ameisengottes bis zum tragischen Ende aufzuspüren bestrebt ist … Beginnt der Band also mit einer real anmutenden Fiktion, führt der Text „Der sechste Kontinent“ durch einige Länder und Landschaften in kritischen Reisenotizen, die jeweils durch Zwischenrufe im Nachrichtenstil getrennt werden. Die … Weiterlesen

Der Garten der Jugend

Richard Bletschacher

Wie prägt uns unsere Jugend, wie wird man eigentlich der, der man ist? – Endlich liegt nun eine tiefgründige und beeindruckende Autobiografie Richard Bletschachers vor. Mit der Weisheit eines Mannes, der ein jahrzehntelanges aufregendes wie schillerndes Künstlerleben hinter sich hat, beschreibt er nun seine Jugendjahre und „wie alles anfing …“ Dabei gibt er auch tiefe historische Einblicke in die Kriegs- und Nachkriegszeit Wiens. Seine Offenheit beim Erzählen leitet in eine Gedankenwelt, der man sich schon … Weiterlesen

RUSSISCHE REISE

Milan Ráček

Russland anno 1918 und die mysteriöse Frau – eine spannende Spurensuche 100 Jahre danach … Milan Ráček, selbst gebürtiger Tscheche, begibt sich mit seinen beiden erwachsenen Kindern auf eine wahrlich abenteuerliche Reise nach Wladiwostok, um Näheres über Alexandra, die erste Frau seines verstorbenen Vaters, zu erfahren, von der er zunächst nur weiß, dass sie Malerin war. Mit im Gepäck sind das Kriegstagebuch seines Vaters und jede Menge Lektüre über diese Zeit, die dem Reisenden sogar … Weiterlesen

UNNÖTIGES ÖSTERREICH

Christian Locker

Dass Fake News gar nicht notwendig sind, um den Untergang Österreichs herbeizuführen, zeigt das Schicksal der Innenministerin Dr. Schubertseder, die mit der gesamten Bundesregierung aufgrund marodierender Horden aus Wien flieht, während es dem Schreiberling Ladislaus Pexl – abgrundtief renitent gegen alles und jedes – zu gelingen scheint aus Worten Wirklichkeiten zu schaffen. Wenn sich also vor den Augen des gefesselten Lesers eine Welt ohne ‚Österreich‘ abzeichnet, ist sie wahr, da sie faszinierend erdichtet ist.   … Weiterlesen

VOR DEM STURM

Stefan Zweig

„Wie mit einem Ruck brach die Sorglosigkeit der Optimisten zusammen, die den Gewitterzeichen nicht Glauben geschenkt und auch jene letzte Mahnung aus Sarajewo überhört hatten.“   Ein Jahr nach Ausbruch des I. Weltkrieges schrieb Stefan Zweig seine bis dato nicht bekannte Sicht auf die Brandherde dieser menschlichen Katastrophe. „Europa zur Jahrhundertwende: Friedensglocken läuten das neue Jahrhundert ein …“ So beginnt  sein zu Unrecht vergessenes Werk, in dem er aber sogleich einräumt: „Die Stille, die wir … Weiterlesen

Marlowes ROMEO UND JULIA auf Kreta

Gerald Szyszkowitz

Drama um eine unglaubliche Liebe Der angesehene Regisseur eines Sommertheaters probt mit seinem Ensemble Romeo und Julia in jener Form, die er für die einzig wahre hält: Nicht Shakespeare, sondern Marlowe schrieb das berühmteste Liebesdrama! Er hatte auf Kreta eine Liebesaffäre mit Marina – Tochter eines venezianischen Herzogs –, die aber den adeligen Familieninteressen entgegenstand und zur Flucht und zum Tod des bildschönen Mädchens führte. Während sich die These des Regisseurs weiter erhärtet, entwickelt sich … Weiterlesen

ZEITIG

Christian Locker

Wenn ein Mord seine Zeit verliert … Ein Mord erschüttert Wien: Der berühmte Philosoph Dr. Heinrich Zerner wird vor Dutzenden Zeugen von einer unbekannten Dame erschossen. Bald schon steht Major Machinger bei den Ermittlungen vor einem merkwürdigen Problem, denn das Opfer lebte offensichtlich in den Dreißiger-Jahren!? Droht nun der Einmarsch der Wehrmacht in Österreich? Noch immer? Schon wieder? Was passiert, wenn man seine Zeit verliert – im weitesten Sinn? Gibt es ein Zurück in die … Weiterlesen

»ZEITLOSE«

Stefan Zweig

Stefan Zweig: die Weltliteratur im Brennglas   Seine fein geschliffenen Essays werfen nicht nur auf Homer, Balzac oder Tolstoi ein neues Licht, Stefan Zweig  macht auch das Leben von Lord Byron zu einem psychodramatischen Thriller. Bei seinen Paraphrasen zu Shakespeares „Der Sturm“ ist man gar geneigt zu behaupten, dass er den Literaturfürsten tatsächlich zu überbieten vermochte …   Diese Texte galten als verschollen, nun sind sie dank Klaus Gräbner wieder zugänglich – und von unschätzbarem … Weiterlesen

Smartphone, Lippenstift und Schlüssel

Bernhard Schwendemann

„Du hast es sehr schnell gespürt, und natürlich gibt es auch alle Anzeichen dafür: Diese ganz besondere Verbindung, diese starke emotionale Vertrautheit …!“ Ob Urlaubsflirt, Affäre oder längere Beziehung, bei vielen ist die Liebe zentrales Lebensthema. Und trotzdem klappen Beziehungen oft so gar nicht, wie man es sich wünscht! Macht man was falsch? Habe ich einen Beziehungshänger? Sind alle Männer tatsächlich Schweine und die Frauen wirklich naiv? Mit „Smartphone, Lippenstift …“ gibt der bekannte Coach, … Weiterlesen

Die Wiedergänger und Lenins zweite Revolution

Milan Ráček

2017: 100 Jahre Russische Revolution …? Als der exzellente Tier- und Humanpräparator Philipp Pannak erfährt, dass er seine geliebte Arbeit aus Altersgründen nicht mehr fortsetzen kann, entscheidet er sich kurzerhand, elegant aus dem Leben zu gehen. Dass er dann im Jenseits die Aufgabe übertragen bekommt, die nunmehr im Fegefeuer „lebenden“ Mumien zu restaurieren, damit hat er in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Aber auch damit nicht, dass Läuterung keine Buße ist, sondern das Wiederholen der … Weiterlesen

»Nur die Lebendigen schaffen die Welt«

Stefan Zweig

Der Europäer Stefan Zweig! Im vorliegenden Buch kommentiert der brillante Beobachter Stefan Zweig scharfsinnig wie perspektivisch unterschiedlichste Themen aus Politik, Kunst und Literatur und, zuweilen durchaus polemisch, „normale“ Alltagsbegebenheiten. Brisant werden die Texte durch ihre Aktualität. Denn zur Sprache kommen u. a. die Situation von und mit Kriegsflüchtlingen, die Einigung Europas trotz entfremdender Historien, aber auch die unverständlich langen Urlaube von Politikern, die schikanöse Veradminis­trierung des täglichen Lebens, die dringend ernstzunehmende Jugendarbeitslosigkeit oder die Musik … Weiterlesen

Mein grünes Traumbuch

Richard Bletschacher

Ein Jubiläums-Buch zum 80. Geburtstag – und ein grünes Buch, in dem der langjährige Regisseur und Chefdramaturg der Wiener Staatsoper so viel Persönliches von sich offenbart wie nie zuvor: Es fußt auf langjährigen Aufzeichnungen von Träumen, die wie kleine Kunstwerke anmuten. Neben die Reflexionen zu Inhalt und möglicher Deutung treten die ordnende und stilgebende Hand des Verfassers und die Offen­heit eines Mannes, der den Leser, die Leserin hineinbittet, hineingeleitet in sein Traumreich, in seine Gedankenwelt. … Weiterlesen

Marlowe und die Geliebte von Lope de Vega

Gerald Szyszkowitz

Gerald Szyszkowitz nimmt in seinem neuen Roman den Faden wieder auf, den er mit „Das falsche Gesicht oder Marlowe ist Shakespeare“ so kunstvoll gesponnen hat: Christopher Marlowe ist incognito ins spanische und später italienische Exil gegangen und schreibt dort weiter seine Theaterstücke, die an Shakespeare geschickt und unter dessen Namen aufgeführt werden. Dabei lernt er Miguel de Cervantes und Lope de Vega, aber auch die brillante Schauspielerin Micaela de Luján kennen … Der Autor lässt … Weiterlesen

Den Galgenvogel abgeschossen

Christian Locker

Die Parallelwelten und der tiefe Fall des Uhus Ministerialrat Georg Prunnhübner gerät unversehens in eine altertümliche Welt, die sich als Parallelwelt offenbart, in der noch die Habsburger Österreich regieren. Da wundert es auch nicht mehr, dass er sogar manche Personen kennt … Spätestens, wenn fast zeitgleich aus dem Ölbild „Die Hofoper im Herbstlicht“ (19. Jhdt.) die blutjunge Alma von Tregotschnigg in die Arme seiner toughen Sekretärin purzelt und in Prunnhübners nunmehriger Welt Morde um Morde … Weiterlesen

»Erst wenn die Nacht fällt«

Stefan Zweig

DER POLITISCHE STEFAN ZWEIG! „Dieses Schweigen, dieses furchtbare, undurchdringbare, endlose Schweigen, ich höre es bei Nacht, ich höre es am Tag, es erfüllt mein Ohr und meine Seele mit seinem unbeschreiblichen Schrecken.“ Viel zu wenig beachtet wurde bislang, dass Stefan Zweig, der Verfasser sensibler Erzählungen, mit ungeheurem Engagement Anteil an den politischen Themen seiner Zeit nahm: der Einigung Europas und den Gefahren, die nach dem Ersten Weltkrieg heraufzogen. Überzeugt vom „Geiste der Humanität“ schreibt er … Weiterlesen

Die Schaufensterfrau

Friedrich Hahn

Eine Frau in der Großstadt, allein …   Die Auslagen, die Hannah dekoriert, finden große Beachtung, doch sie selbst ist unscheinbar, scheinbar unsichtbar. Sie muss sich dann schon einmal einen Detektiv engagieren, damit jemand ein Auge auf sie wirft … Gewiss, da passiert in ihrem Umfeld ein Mord, und der Tote liegt in einer „ihrer“ Auslagen; sie hat eine Beziehung und einen Ex-Ehemann, sie fährt zur Kur und trifft ihre Freundinnen -, dennoch läuft irgendwie … Weiterlesen

Bei gleichzeitigem Verschwinden

Dorothea Macheiner

Wo die Historie schweigt, spricht die Poesie. Dorothea Macheiner wirft mit fundiertem Wissen Licht auf verheimlichte Begebenheiten und GELEUGNETE GESCHICHTE(N), spart auch nicht mit mutiger Kritik an heutigen Fehlentwicklungen … Die prähistorischen GÖTTINNEN wurden im Patriarchat erfolgreich verdrängt. Also wird die Autorin bei ihren Reisen zu Kultstätten oder Artefakten nach MALTA und GOZO, in die WACHAU, ins WALDVIERTEL oder nach ST. MARGARETHEN zurückverwiesen auf ihre HOHE INTUITION: Sie lässt Visionen und Träume aufsteigen, tritt in … Weiterlesen

Höllenkinder

Gabriele Kögl

Ihr achtzigster Geburtstag erscheint der gebrechlichen Bäuerin ganz und gar nicht als Anlass für großes Feiern. Gerät schon das von ihren beiden Kindern mit aller Vehemenz organisierte Fest zu einer Plage, so wird sie noch mehr von den ewig wiederkehrenden Fragen der Tochter über ihre Vergangenheit gepeinigt, insbesondere der nach ihrem Vater. Ist die Wahrheit wirklich immer zumutbar? Gabriele Kögl gibt der unwilligen Jubilarin in einem großen wie großartigen inneren Monolog die Stimme, die ihr … Weiterlesen

One Way Ticket

Lilith Schwarzeneck

Nach dem Ende einer langen Liebesbeziehung, die verzaubernd begann, aber nach und nach zu einer SM-Obsession wurde und zu einer emotionalen Abhängigkeit führte, steht die junge Frau Lilith vor einem einzigen Scherbenhaufen, innen wie außen. In schonungsloser Offenheit und mit bemerkenswerten Tiefgängen beschreibt sie – mit Rückblenden auf Höhenflüge und Abstürze mit Mr. Snow – ihren Weg in die Freiheit. Dafür wählt sie eine Dating-App mit den vielen, vielen fantastischen Möglichkeiten. Beim Lesen leidet man … Weiterlesen

Kurs halten!

Christian Bauer

Der Kampf gegen eine Thrombose im Bein gerät dem Helden dieser Erzählung zu einem Wettstreit zur See – mit niemand Geringerem als dem legendären Captain Ahab. Auch dieses Kräftemessen wandelt sich: Der schroffe Gegner wird zum Lehrer der Geduld und der Stille, zum ermutigenden Helfer, wieder zum vermeintlichen Widersacher … und erneut zum amikalen Trinkkumpanen. Als aus dem Meer eine riesige Blutwelle auf sie zutreibt, läuft das Geschehen im wahrsten Sinn des Wortes aus dem Ruder … Weiterlesen

Tod bringen

Klaus Rohrmoser

Wie in seinem vielbeachteten Roman „Dunkle Mutter Finsternis“ führt Klaus Rohrmoser auch in seinem Erzählband die Leser auf düstere Wege, in eine Welt, die in vielen Details vertraut scheint und doch eigentümlich entstellt ist. Ob es das merkwürdige Geschehen um ein Findelkind ist oder der verzweifelte Irrweg einer Terroristin oder die gleichsam fluchbeladene Lebensbahn eines Außenseiters – die Geschichten verstören und erzwingen Aufmerksamkeit. Obwohl die Sprache oft beiläufig wirkt und der Ton harmlos anmutet, erzeugen … Weiterlesen

Freiheit hinter dem Stacheldraht ...

Milan Ráček

Menschen flüchten, verändern die eigene Geschichte und die der anderen – damals, früher und auch heute. Milan Ráček lässt uns in seinem autobiographischen Roman an einem Leben in der Tschechoslowakei, 1943 bis 1968, teilhaben. Trotz der Repressionen im politischen und gesellschaftlichen Alltag – vor allem während der stalinistischen Zeit – finden sich für den Heranwachsenden stets Nischen, in denen Lebensfreude und Glück möglich wurden, in der Liebe, beim Sport, durch sinnstiftende Arbeit und zuweilen bei … Weiterlesen

Im Gegenlicht

Hilde Langthaler

Hilde Langthaler, längst bekannt als höchst profilierte Verfasserin von Kurzgeschichten, wird dem Anspruch, den dieses Genre stellt, mehr als gerecht: So unterschiedlich die Themen sind – etwa alt zu werden, fremd zu sein oder sich aufzulehnen – so meisterinnenhaft ist durchgehend der Ton. Die knappe Form bedeutet nicht Verkürzung, im Gegenteil: Wenn sie auf wenigen Seiten etwa das Schicksal eines Migranten aufgreift, die alltägliche Versagensangst oder innere Stimmen, die anderes sagen als man möchte, so … Weiterlesen

Gott und der Paradiesvogel

Isabella Bogner-Bader

Die schillernde, strahlende Künstlerin Isabella Bogner-Bader erhält völlig überraschend die erschütternde Diagnose „Leukämie“. In ihren Aufzeichnungen, vom Krankenbett aus geschrieben, wird nichts beschönigt, nicht die nagende Angst, die aufkommende Verzweiflung, die Trostlosigkeit und das Leiden, auch nicht die schmerzende Sehnsucht nach Berührung … Dennoch ist das Buch von dem Entschluss getragen, das Schicksal – dem Tod so nahe zu sein – anzunehmen. Denn sie spürt jemanden an ihrer Seite, dem sie absolut vertraut und mit … Weiterlesen

Setzen! Nicht genügend!

Christian Locker

Regelmäßig treffen sich einige ehemalige Schulkameraden in einem Wiener Kaffeehaus, reden über ihren Alltag und frühere Zeiten. Eines Abends sitzt überraschend einer am Stammtisch, der vor Jahrzehnten ermordet wurde, verschwindet dann wieder, vergisst jedoch sein Lateinbuch …, ein Indiz, dass es sich um keine Einbildung gehandelt haben dürfte. Nacheinander kippen die Männer aus ihrer Gegenwart, müssen pünktlich zum Unterricht in ihrer alten Schule in der Nähe von Schönbrunn erscheinen, lungern nachmittags in längst aufgelassenen Lokalen … Weiterlesen

I. Korinther 13

Johannes Twaroch

Eine Liebesgeschichte, eine Heiratssache, ein morbides Wien Der arme Poet Franz Joseph liebt die lebenslustige Odilie, doch diese erwählt den erfolgsorientierten Alfred. Keine wird je seinem Sehnen genügen, und er versucht, dem Schmerz schreibend ein Ventil zu verschaffen. Aber durch Johannes Twarochs Feder wird aus Franz Josephs Beschreibung einer lebenslangen Obsession dann doch kein neuer Kitschroman. Seine kurios schlenkernden Sätze, das Stakkato an originellen Einschüben wie Zwiesprachen mit der Leserschaft, sein funkensprühender Sprachreichtum, sein ironisierender … Weiterlesen

Die Hutfabrik

Stephan Denkendorf

Aufstieg und Fall des Hauses Pau Durchgewalkt wird der Filz in der Hutfabrik und ebenso die Menschen, die im Schatten dieser Fabrik, in dieser und durch diese leben oder – sterben. Über ein Jahrhundert spannt sich südlich von Wien das Geschehen, das Stephan Denkendorf in pointilistisch gestreuten Szenen nachzeichnet. In das schale, mäßig bunte Leben schleicht der alltägliche Schrecken, und Angst und Grauen machen sich breit – manchmal unmerklich und doch mit tödlicher Gewalt. Mit … Weiterlesen

Das falsche Gesicht oder Marlowe ist Shakespeare

Gerald Szyszkowitz

Drama des Dramendichters Wer wird nicht seinen Shakespeare loben? Dieser Roman lässt miterleben, dass es auch ganz anders hätte sein können rund um das berühmte Globe Theatre: Christopher Marlowe, der geniale Autor, fällt wegen Freigeisterei in Ungnade, rettet sein Leben, indem er untertaucht. Und will doch seine Stücke aufgeführt sehen. Gerald Szyszkowitz führt kenntnisreich, einfühlsam und pointiert in das London von Elizabeth I., in sein Szenario aus Hofintrige, sexueller Repression, drakonischer Justiz. Ein spannendes Stück … Weiterlesen

Im Narrenturm

Christl Greller

Kleine Kunststücke – preisgekrönte Erzählkunst! Im flirrenden Licht verschwimmt die Grenzlinie zwischen guter Stube und Narrenturm: Christl Greller beschreibt Menschen, denen die „Normalität“ entgleitet. Von kleinen Verrücktheiten bis zum tödlichen Wahnsinn reicht das Bild. Im Gebälk des Alltags knirscht es, das Andere bricht sich Bahn. In jeder Silbe wird die präzise Beobachtung der Autorin spürbar. Verknappter Ausdruck, schonungslose Wortflüsse, fesselnde Satzströme ziehen den Leser, die Leserin durch Farben, Gerüche, Zustände, Gefühle ‚ in eine konzentrierte … Weiterlesen

Erzählungen aus dem Abseits

Richard Bletschacher

Ein Asylwerber, erfroren im Fahrgestellgehäuse eines Flugzeuges, eine ganz normal anmutende Reise, die zum Ereignis mutiert, ein Spaziergang, der in die Erkenntnis mündet, fliegen zu können … Mit scheinbar einfacher Sprache nähert sich Richard Bletschacher höchst komplexen Themen an: dem Tod, dem Wert der Kunst, dem Reiz zufälliger Begegnungen mit ungeahnter Tragweite, die man schicksalhaft nennen kann. Der Autor zeigt in überzeugender Weise, wie sehr die kleinen Formen der Prosa geeignet sind, der Realität – … Weiterlesen

SCHLOSS HUNYADI, TATORT

Gerald Szyszkowitz

Ernst ist das Leben, heiter die Kunst. Wenn aber ein Schauspieler bei der Premiere plötzlich halb tot in seiner Garderobe liegt, wenn sich dem Regisseur, der versucht Licht in das Geschehen zu bringen, menschliche Abgründe auftun, dann gerät das geruhsame Leben in der Provinz selbst zur Tragödie. Eine erotisch aufgeladene Arthur-Schnitzler-Inszenierung im Schloss Hunyadi, dunkle, bis zum Kriegsende zurückreichende Geheimnisse um das Kloster Sankt Gabriel, laue Sommertage in Maria Enzersdorf: Diese Treibhausatmosphäre wird zu der … Weiterlesen

STILLES STRÖMEN DER ZEIT

Johannes Twaroch

Wenn Texte zünden können . Johannes Twaroch entfacht in seinen „Minutentexten“ ein ultimatives Feuerwerk an Sprachkunst. In verknappten Sentenzen stellt er in Frage, was scheinbar außer Frage steht, geht Dingen des Alltags mit gegen den Strich gekämmten Gedanken auf den Grund oder entzieht ihnen diesen einfach – scharfsinnig, tiefsinnig und dabei mit einem überschäumenden, oft rabenschwarzen Witz – und so manches Mal verspürt man hinter den Zeilen und dazwischen … Weisheit, tiefe Lebensweisheit. Jeder einzelne … Weiterlesen

Dunkle Mutter Finsternis

Klaus Rohrmoser

ENDZEIT: Waren Kriege die Auslöser, von Menschenhand verursachte Umweltdesaster oder Naturkatastrophen oder alles zusammen? Wer trägt die Verantwortung? – Für die Personen des Romans sind diese Fragen schon lange nicht mehr relevant: Sie führen einen fast aussichtslosen Kampf ums Überleben. Einzeln oder in kleinen Gruppen ziehen sie durch das verwüstete und verödete Land, sie treffen andere Überlebende, manchmal töten sie diese auch – oder sie laufen Gefahr getötet zu werden. Ihre Suche gilt einem Ort, … Weiterlesen

GROSSO MOGUL

Stephan Denkendorf

Seine letzten Lebensjahre führten Antonio Vivaldi nach Böhmen, nach Venedig, schließlich nach Wien. Trotz hohem Ansehen und europaweitem Ruhm war eine Künstlerexistenz schon damals ein steter Kampf ums Überleben. Stephan Denkendorf entwirft einfühlsam und mit großer Sachkenntnis ein Komponistenporträt, zugleich macht er mit pointilistischer Leichtigkeit eine ganze Epoche erlebbar und zeigt das Alltagsleben von Menschen um Vivaldi: Bühnenbildner, Orchestermusiker – aber auch Bäcker, Kutscher, Prostituierte … Aus kleinen Ausschnitten entsteht ein Ganzes, faszinierend in seiner … Weiterlesen

BEISTRICH

Şerafettin Yıldız

Nimm dich immer mit, egal wohin du gehst! Eine Hommage an die Gefühle und an eine Stadt … Serafettin Yildiz hat einen Liebesroman der besonderen Art geschrieben:  Sein Erzähler, Der Fließende, ist unermüdlich auf der Suche nach der Poesie des Lebens, nach einer Zuflucht vor seiner Zerrissenheit, nach einer Liebe jenseits von Zeit und Raum. Durch die Cafés seiner Heimatstadt Wien treibt ihn die Unrast, während eine Unbekannte immer mehr hineingezogen wird in seine Worte, … Weiterlesen

Die fabelhafte Welt der Valerie

Maria Gornikiewicz

Maria Gornikiewicz schreibt heitere Miniaturen aus dem Alltag,der durch ihren, sprich: Valeries originellen Blickwinkel sogleich zum Nicht-Alltäglichen mutiert. Seien es Arztbesuche oder die Produkte der heutigen Konsumwelt, sei es die Fahrt mit der Straßenbahn, oder ein Einkauf im Supermarkt – was einfach sein könnte, gestaltet sich künstlich kompliziert, wo mehr Lebensqualität versprochen wird, lauern Desaster … Obwohl kritisch im Grundton, geraten die Reflexionen der Autorin dennoch nie zu mieselsüchtigem Genörgel. Dem steht ihr Hang zur … Weiterlesen

In welchen Himmel kommen tote Sonnen?

Henri Huhki Edelbauer

Was macht die Zeit, wenn sie gerade nicht vergeht? Wie von der Sphinx gestellt scheinen die Fragen, die Henri Huhki Edelbauer rund um seine Lebensthemen Zeit, Natur, Mitsein und Revolte aufwirft: Warum kann ’s Wasser gar nicht geben? Wie kommt ein Gang ohne Wolf zum Wolf ohne Gang? Kann eine Frage ihre eigene Antwort werden? Der Autor gibt Rätsel auf, stellt alles, stellt uns „Lesewesen“ in Frage, um immer wieder durch abenteuerliche Gedankenwege einfach anmutende … Weiterlesen

Das Geschenk des Apollon

Gerlinde Friewald

Alexandria im ersten Jahrhundert vor Christus – die mythenumrankte Ära von Kleopatra ist angebrochen. Als sich in diesem Zentrum der Wissenschaft der Besuch einer Experten-Delegation aus Pergamon ankündigt, ahnt die junge Ärztin Kynthia von Delos noch nicht, dass sie schon bald in ein tödliches Netz aus Intrigen und Verrat verstrickt sein wird. Grausame Gewalttaten ereignen sich vor der spektakulären Kulisse einer sagenumwobenen Bibliothek. Das berühmte Museion, der gigantische Pharaonenpalast und die prunkvollen Gärten der Weltstadt … Weiterlesen

Johannes Twarochs LobhudelHeft

Nadja Rösner-Krisch & Erich Schirhuber (Hrsg.)

Johannes Twaroch war viele Jahrzehnte als Hörfunkredakteur eine wesentliche Anlaufstelle für Autorinnen und Autoren. Anlässlich seines siebzigsten Geburtstages zeigt ein Blick auf sein eigenes literarisches Werk wiederum, dass er selber als ein Schriftsteller von Rang genannt werden muss: ein senibler Erzähler, ein schlitzohriger Aphoristiker, ein humorvoller Essayist. Neben neuen und wiederzuentdeckenden älteren Texten versammelt der Band Beiträge von Dietmar Grieser, Alfred Komarek, Matthias Mander und anderen, die schönsten Jubelkritik, den ärgsten Verriss, Reflexionen über das … Weiterlesen

Petri Heil!

Michael Stradal

Zum Fischen benötigt man die richtigen Köder. Petri Heil! Dass Gottfired Mayerböck auf seine alten Tage noch ein „Gspusi“ gehabt hat, verwundert alle. Doch dass diese Unbekannte die Beziehung per Schreibmaschinen-Brief beendet und er darauf seinem Leben ein Ende setzt, ist zwar für den Revierinspektor eine klare Sache, nicht aber für den angereisten Hauptkomissar. Schon bald kommen Vorkommnisse ans Tageslicht, die nicht nur eine Kartenrunde und einen Fischereiverein ins Zwielicht bringen, sondern auch die Charakterzüge … Weiterlesen

Das Gericht, (k)ein geheimnisvolles Wesen

Wolfgang Jedlicka

Aus aktuellem Anlass überarbeitete und um zahlreiche „Fälle“ ergänzte Neuauflage 2013! Korruption, Bankenpleite, Inseratenaffäre, Veruntreuung … Täglich sind wir mit solchen Themen konfrontiert (oder im „Kleinen“ mit Diebstahl, Gewalt, Scheidung). Der Unmut über beschwichtigende Phrasen, öffentlich bekundete Halbwahrheiten und auflagenorientierte Medien-Berichterstattung wird bei den Menschen immer größer. Im vorliegenden Buch klärt uns Wolfgang Jedlicka nun detailliert über die um Wahrheitsfindung bemühte, unabhängige und unbestechliche österreichische Rechtssprechung auf. Gelungen ist ihm hierbei der Spagat, sein umfassendes … Weiterlesen

Punti Verdi

Michael Stradal

Michael Stradals phantastische (Musiker-)novellen haben es an sich, dass man nach der Lektüre nicht ganz sicher sein kann, was der historischen Wahrheit gerecht wird und was erfunden ist, denn Unwahrscheinliches und Historie sind zu eng umschlungen. Im Fall ‚Punti Verdi‘ hingegen muss man sich – will man es ganz genau wissen – möglicherweise bis zum 10. Oktober 2013, Verdis 200. Geburtstag, gedulden.  „Und wie oft haben wir uns gefragt: Was wäre, wenn die Ereignisse ganz … Weiterlesen

Die Wunden der Drina

Margareta Mirwald

Balkankrieg – Erzählen gegen das Vergessen! „Die Sprache hatte uns wieder – mit einer Hand hatten wir uns an den Rand des Unsagbaren gehalten, und mit einer Hand hielten wir uns und einander an den glitschigen Worten fest. Alles Gute – wofür eigentlich? Wozu?“ Eine österreichische Lehrerin, die in ihrem Berufsalltag immer wieder mit den traumatischen Nachwirkungen des Balkankrieges konfrontiert ist, begibt sich mit ihrer von dort stammenden Haushaltshilfe zu den Orten des Geschehens … … Weiterlesen

Der Kopf des Großmeisters

Dorothea Macheiner

„Die balsamische Luft und das Rauschen der See, das mich zurückführte zu jenem erstaunlichen Wissen: Und Du warst auch hier. Ich bin eingetreten in das Jahrtausende alte Gedächtnis der Steine.“ Malta – Ravenna – und wieder: Malta/Valletta … Eine seltsame Reise mit geheimnisvollen Offenbarungen. In erzählerisch-leichter Weise folgt die Autorin neuen Spuren Fra JEANs, diesmal auch jener des Barockmalers MATTIA PRETI … – Und immer die Frage: Wer war dieser Mensch? Fundiertes wissenschaftliches Wissen ist … Weiterlesen

"Wer die Wahrheit spricht ..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten."

Tobias Kiwitt und Ulrich Klan (Hrsg.) / Amnesty International und Armin T. Wegner-Gesellschaft

„Das Recht des Menschen ist mit ihm geboren worden. Dies ist das heiligste Gesetz der Erde.“  Armin T. Wegner, 1919 Eine Hommage an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und an Armin T. Wegner – und ein einzigartiger Lese- und Erfahrungsband zu den Menschenrechten mit 26 Kurzgeschichten! Die Unteilbarkeit der Menschenrechte spiegelt sich in diesem Lesebuch auf eine ganz besondere Weise wider: 26 AutorInnen widmen sich je einem Menschenrechtsartikel. Keiner der Beiträge beinhaltet wirklich nur ein … Weiterlesen

Erde im Herzen

Stephan Denkendorf

„Wenn ich zeichne, erzähle ich. Und meine Geschichten sind Bilder.“ Prosatexte der anderen Art – rund um banale wie eigenartige Existenzen der Protagonisten, mit der ständigen Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres Daseins. Und: Was ist Existenz überhaupt? Was ist Wirklichkeit? Ein pures Lesevergnügen: erstaunlich, farbig und expressiv. „Zwischen Zügen und Geleisen irrt der Gebirgszwerg herum. Mit diesen zitternden Lippen: wenn jemand die Sprache verliert. Da bleibt er stehen. Reißt sich die dreckig-rote Zipfelmütze vom Kopf: … Weiterlesen

80 plus

Heinrich Eggerth

Eine Festschrift! „Die Augen gehen einem auf für das, was man jetzt sieht. Die Welt wird kleiner, glaubt man, aber in Wahrheit wird der Garten immer größer, die nächste Umgebung interessanter. Dem Tanz der Eintagsfliegen im Sonnenuntergangslicht könnte man immerfort zuschauen. Ewig ging man nur vorüber an allem, jetzt bleibt man stehen.“ Selten hat jemand den Umgang mit dem Alt-Werden so schonungslos und klar beschrieben, wie Heinrich Eggerth es tut. Eigentlich hätte es eine Festschrift … Weiterlesen

p-attacke

Hilde Langthaler

Wenn man glaubt erahnen zu können, wohin eine Geschichte gehen wird, belehrt einen ein Satz, eine Satzfrequenz augenblicklich eines Besseren.   „zu hause würden sie jetzt wohl die köpfe schütteln. na und ob! heut aber jedenfalls kein anlass rot zu werden! ist sie doch eben erst aus ihrer angestammten haut gefahren, um wesenlos in lichte höhen der musik – derlei geht sie doch längst schon nichts mehr an. nicht sie, nur ihre abgestreifte haut.“

Von der Seife ins Fettnäpfchen

Susanne Dobesch, Elisabeth Stifter

Sinnvolle Traditionen: ja, schlechte Angewohnheiten: nein. Diese Essays der etwas anderen Art sind für jene gedacht, die im Alltag und im Business Altes wie Neues, Logisches wie Provokantes schätzen. Egal ob man nun an Gott glaubt, metaphysisch denkt oder spirituell ist, ob man sich als pragmatischer Rationalist sieht, für diese Lektüre ist Humor die einzige Voraussetzung. Mit viel Fingerspitzengefühl bei der Wortwahl und bei einem rasanten Wechsel von Interpretationen historischer Weisheiten, pointierten Ratschlägen, kniffeligen mathematischen … Weiterlesen

Franz Liszt und das Geschenk der Madame Babèrre

Michael Stradal

Realität und Fiktion, Geschichte und Fantasie vermischen sich bei den Gruselgeschichten von Michael Stradal rund um große Musiker wie Haydn, Mozart und Beethoven. Eine neue phantastische Novelle zum Liszt-Jahr 2011: Dabei geht es um den Tastentiger, eine Wahrsagerin, existenzielle Entscheidungen, eine Wunderdroge, geheimnisvolle Briefe. „Der größte Pianist aller Zeiten, eine Wahrsagerin, existentielle Entscheidungen, eine Wunderdroge, geheimnisvolle Briefe, … eine ‚phantastische neue Komposition‘ von Michael Stradal zum Lisztjubiläumsjahr 2011.“ Eduard und Johannes Kutrowatz (Intendanten Liszt Festival … Weiterlesen

HochZeiten / Vznešené okamžiky

Milan Rácek

Wie der Titel besagt, ist der Drehpunkt jeder Geschichte eine Hochzeit. Gleichermaßen werden mit viel Fingerspitzengefühl soziopolitische, historische, psychologische Themen mit allem gebotenen Ernst aufgegriffen, um sie satirisch und mit einer guten Portion Humor wieder zu entschärfen. Allen Texten immanent ist die scharfe Beobachtungsgabe bei gleichzeitiger Empathie des Autors, was unter anderem darin wurzelt, dass er, wie der Biografie zu entnehmen ist, in Tschechien geboren und aufgewachsen ist, seit langem in Österreich lebt und brisanterweise … Weiterlesen

Fra JEAN

Dorothea Macheiner

„W i r – noch wusste ich nicht, dass auch Du hier warst. Du, dessen Spuren ich auf labyrinthischen Wegen gefolgt war. Dessen Schicksalsfäden ich mit den Meinen verknüpft fand, sodass mir eines Tages erlaubt wurde, Dich beim Namen zu nennen …“ Ein alternatives Reisebuch rund um Malta? Eine Geschichtsschreibung der besonderen Art? Oder ein literarisches Meisterwerk, das nicht nur über mythologische und historische Ereignisse berichtet, sondern sie spiralig durchdringt – und mit einer gewagten … Weiterlesen

Die Briefe der Rosalyn Haydn

Michael Stradal

„Gefangen in den Wirren eines Kriminalfalls legt man das Buch erst aus der Hand, wenn alle Rätsel gelöst sind. Aber sind sie das?“ Haide Tenner(ORF) „Spannend verknüpft Michael Stradal quasi-realistische Elemente aus dem Leben Joseph Haydns mit merkwürdigen Ereignissen, die einem österreichischen Geschäftsmann ungarischer Herkunft, der sich in eine Amerikanerin verliebt, widerfahren.“  Josef Thonhauser (Universität Salzburg)   „Leben direkte Nachkommen von Haydn in Philadelphia? Das Verschwinden eines geheimnisumwitterten Manuskriptes führt über den Atlantik nach ien … Weiterlesen

Notlandung im Schlaraffenland

Erich Sedlak

Erich Sedlak besticht in seinen neuen Satiren nicht nur durch brillanten Wortwitz, einen rasant vorangetriebenen Sprachduktus und eine gelungene Melange aus präzisen, in hochdeutsch verfassten Passagen und delikatem Dialekt, sondern gibt auch tiefe Einblicke in die menschliche Seele. In alltäglichen Geschichten innerhalb der Familie, über Geschäfte, zu Reiseerlebnissen, „von der Straße“ oder in Gaststätten führt er Menschliches nur allzu menschlich vor Augen. Oder wie es als Einführungstext anlässlich seiner zahlreichen ORF-Sendungen zu hören gab: Immer … Weiterlesen

wer in aller welt weiß

Hilde Langthaler

„Satirisch, ironisch, sarkastisch, auch selbstkritisch nimmt sich die Autorin unsere Erde vor. Philosophisch-theologische Gedanken klingen an. Immer wieder werden Fragen gestellt, über Leben, Liebe, Tod – ‚ist denn alles falsch, was wir tun?‘, so endet ein Text, ein anderer fragt kurz und bündig: ‚wie reimt sich das zusammen?“  Elfriede Haslehner   „… suchende Texte, die sich aber nicht nur auf die Recherche per se beschränken, sondern vorder- und hintergründig auch Antworten entwerfen, selbst wenn diese … Weiterlesen

Das Geheimnis um Mozarts Amalien-Etüde

Michael Stradal

Ein Pianist reist nach Schottland, um sein Erbe anzutreten. Dort findet er nicht nur ein mysteriöses Gutachten über eine bislang unbekannte Etüde Wolfgang A. Mozarts, sondern auch die Originalnoten. Die Ereignisse beginnen sich zu überstürzen …   „Um das anscheinend Unmögliche zu ermöglichen, bedarf es eines Genies! Spannend und einfühlsam erzählt Michael Stradal von der spielerischen Faszination des Wettens, von der Hochschätzung des Schöpferischen, von der Genialität Mozarts. – Freilich, der Kampf gegen das Böse … Weiterlesen

Literatur-Vade me cum

Rudolf Kraus

„Wenn Ihnen die Welt nicht gleichgültig ist, dann sollten Sie zum einen überhaupt Gedichte lesen, zum anderen mehr Gedichte lesen und zum Schluss könnten Sie es gleich einmal mit diesen Gedichten versuchen!“ Diesen auf einen Lyrikband bezogenen Satz von Rudolf Kraus kann man getrost erweitern: Wenn Ihnen die Welt nicht gleichgültig ist, dann sollten Sie zum einen überhaupt lesen, zum anderen mehr gute Literatur lesen, und zum Schluss könnten Sie es gleich einmal mit diesem … Weiterlesen

Iwan

Peter Miniböck

„Mein Name war Iwan. (…) Meine Verzweiflung war demnach an meinen Namen gebunden. Und an den meines Vaters, der genauso hieß.“ 1946 bis 1955: Bei einem Spaziergang durch die Innere Stadt Wiens reiht sich Erinnerung an Erinnerung. Wenn man das neue Buch des österreichischen Literaten Peter Miniböck liest, meint man bald, selbst durch die Straßen zu gehen. Man hört förmlich die wohlklingend-ruhige Stimme des Schriftstellers, glaubt noch distanziert seinen Worten zu folgen – und ist … Weiterlesen

Atem los

Irene Apfalter

Eine junge Frau erwacht eines Morgens und nimmt mit Entsetzen und Verwunderung wahr, dass sie nicht mehr atmet. Mit der minutiösen Schilderung der nun folgenden fünf Tage ist es Irene Apfalter nicht nur gelungen, auf die psychische Situation einer am Borderline-Syndrom leidenden Frau aufmerksam zu machen und dass eine (psychische) Erkrankung nicht bedeutet, nicht künstlerisch und literarisch Wertvolles zu schaffen (ganz im Gegenteil). Ihr im wahrsten Sinn des Wortes in rasanter Atemlosigkeit und in einem … Weiterlesen

Der Himmel in meinem Land hat eine andere Farbe

Edith Binderhofer

„Ich sage immer, es gibt drei Zugänge zu arabischen Frauen in Europa. Für die einen sind wir Exoten, und man verbindet mit uns 1001 Nacht. Für die anderen sind wir die armen, unterdrückten, nicht feministischen Frauen, die mit Kopftuch oder verschleiert mit gewölbtem Bauch hinter dem Herd stehen. Die dritten wissen nicht wirklich, was sie mit uns anfangen können und stehen uns gegenüber völlig gleichgültig. Es gibt sehr wenige Leute in Europa, die wirklich wissen, … Weiterlesen

HIGHMAT

Gerald Koller

Erzählkreise zu Jugend, Rausch und Risiko, mit Beiträgen aus dem risflecting©-pool von Irene Apfalter, Markus J. Aringer, Thomas Berner, Gerald Brandtner, Ingrid Höchtler, Peter Koler, Johanna Pichler, Andrea Scartezzini, Martin Schwiersch, Daniela Tatosa, Luis Töchterle, Joachim Willfahrt, Manfred Zentner – und Fotos von Erich Pello. „Weiter als der Verstand reicht das Verständnis.“ Der Rausch – ein Thema, das provoziert, ein Phänomen, das in unserer Gesellschaft durch öffentliche Moral tabuisiert wird und dennoch in vielfältiger Weise … Weiterlesen

FrauenSchreiben

Anita C. Schaub

In diesem hochaktuellen Buch führt die Germanistin und Frauenforscherin Anita C. Schaub Gespräche mit österreichischen Autorinnen zu den persönlichen Situationen, zur Einstellung zum Schreiben, zu Problemen, Perspektiven der Literatur u. v. a. m. Zu Wort kommen Barbara Frischmuth, Petra Ganglbauer, Elfriede Gerstl (†), Elfriede Hammerl, Elfriede Haslehner, Eva Jancak, Elfriede Jelinek, Hilde Langthaler, Friederike Mayröcker, Anna Mitgutsch, Christa Nebenführ, Barbara Neuwirth, Christine Nöstlinger, Hilde Schmölzer, Brigitte Schwaiger (†), Marlene Streeruwitz und Renate Welsh. Jedem Interview folgt … Weiterlesen

Eine Maria, die aus Enzersdorf kam ...

EDITION ROESNER

„Maria Enzersdorf ist ein Teil unseres Lebens, ist ein Stern, der am Himmel steht, ein Baum, der erblüht.“ Kinderkultur – Kinderliteratur: In selbst erfundenen Märchen und Gedichten, Aufsätzen und Statements erzählen Kinder, wie sie in ‚ihrer‘ Stadt leben, was sie beeindruckt, was ihnen gefällt oder nicht gefällt, was sie als Besonderheiten der Stadt betrachten, welche Wünsche sie haben, welche Probleme sie sehen – und was sie machen würden, wenn sie selbst BürgermeisterIn wären oder eine … Weiterlesen

1968

Otmar Bauer

„die voraussetzung für eine selbstständige entwicklung sahen wir in der freiheit keinen beruf zu wählen, keine rolle, auch nicht die des künstlers anzunehmen – frei sein von beziehungen, keine eifersucht mehr, und die kinder sollen selbstständig aufwachsen.“ otmar bauer nimmt in „1968“ zu den themen studentenbewegung in wien, underground, wiener aktionismus, kommune friedrichshof und anderem mehr stellung. dabei gewährt er nicht zuletzt durch den typischen stil dieser zeit, das tempo, die besondere wortwahl einen authentischen … Weiterlesen

Literarischer Reigen

Edition Rösner

„Heut‘ hat der Wind nach Heu gerochen, hier, mitten in der Stadt, nach Heu …“   Klaus Flemmich Ein Lesebuch für all jene, die die Identität eines schönen Ortes in der einzigartigen Vielfalt seiner literarischen Spurensuchen, ergründen – und genießen wollen, ein Lesebuch, das zum Nachdenken und Erkennen anregt, zum Lachen und zum Schmunzeln bringt und manchmal auch Wehmut erweckt, ein Buch, das einem Reigen gleich, für eine kurze Zeit ins wunderbare Reich der Dichtung … Weiterlesen

Marietta, die Strohblumen und der Tanz durch die Weltenzeit

Nadja M. Krisch

Dieser Sommer der für mich so wunderbar nach Freiheit schmeckte, in dem die Luft gesungen hat, das Meer uns verschlang und die Erde uns wieder und wieder umarmte. Es war so, wie ich es mir später oft – sehr oft gewünscht habe, es noch einmal erleben zu können.   Sechs Frauen in der Mitte des Lebens, ein Festessen und eine Nacht voller Erinnerungen an ihre „wilden“ Jahre in den Siebzigern. Die Gespräche: einmal komisch, einmal … Weiterlesen

In einem Traum, durch ein Fenster

Richard Heinrich

Es befiel ihn die kindische Befürchtung, seine ganze Philosophie könnte einfach ungültig sein, lächerlich verpatzt, und einen Augenblick lang wollte er beten, daß Gott es so sein lassen möge wie er bewiesen hatte, daß es war; er schämte sich aber dieser Versuchung und sagte laut: ‚Ich bete nicht für einen Beweis. Einer liegt schlafend im Bett und sieht sich im Innenraum seines Traums humpelnd einen Platz überqueren. Ein anderer beobachtet durch ein geschlossenes Fenster, wie … Weiterlesen