Spätlese

Richard Bletschacher

Das Alter hat es in sich, dass die Ereignisse früher Jugend mit größter Klarheit und gesteigerter Bedeutung vor das Gedächtnis treten … Wir alle kennen Richard Bletschachers beeindruckendes und tiefgehendes lyrisches Schaffen, das sich nun mit diesem Buch vollendet. Die Buntheit der Herbstfarben schimmert aus den Zeilen … ebenso die Weisheit eines reichen Lebens. Beim Wein ist „Spätlese“ ein Prädikat für Qualität – ein Trank aus vollreifen Trauben. Besser könnte man den neuen Lyrikband des … weiterlesen

Marlowes ROMEO UND JULIA auf Kreta

Gerald Szyszkowitz

Drama um eine unglaubliche Liebe Der angesehene Regisseur eines Sommertheaters probt mit seinem Ensemble Romeo und Julia in jener Form, die er für die einzig wahre hält: Nicht Shakespeare, sondern Marlowe schrieb das berühmteste Liebesdrama! Er hatte auf Kreta eine Liebesaffäre mit Marina – Tochter eines venezianischen Herzogs –, die aber den adeligen Familieninteressen entgegenstand und zur Flucht und zum Tod des bildschönen Mädchens führte. Während sich die These des Regisseurs weiter erhärtet, entwickelt sich … weiterlesen

STERNBILDER

Stefan Zweig

DER BÜCHERMENSCH STEFAN ZWEIG: Ein Romancier mit Millionenauflagen bis heute – zugleich hochkarätiger Kenner und feinsinniger Beobachter der Welt der Bücher. Mit diesen verschollen geglaubten Essays geleitet Stefan Zweig uns durch drei Jahrhunderte deutschsprachiger Literatur – mit höchst originellem Zugang zu Größen wie Goethe, Hölderlin, Keller oder Nietzsche. Doch er hebt auch Autoren, denen eine angemessene Beachtung versagt blieb, aus dem Dunkel des Vergessens. Dass seine Sprache so diamanten gleißt wie in seiner Prosa, macht … weiterlesen

»ZEITLOSE«

Stefan Zweig

Stefan Zweig: die Weltliteratur im Brennglas   Seine fein geschliffenen Essays werfen nicht nur auf Homer, Balzac oder Tolstoi ein neues Licht, Stefan Zweig  macht auch das Leben von Lord Byron zu einem psychodramatischen Thriller. Bei seinen Paraphrasen zu Shakespeares „Der Sturm“ ist man gar geneigt zu behaupten, dass er den Literaturfürsten tatsächlich zu überbieten vermochte …   Diese Texte galten als verschollen, nun sind sie dank Klaus Gräbner wieder zugänglich – und von unschätzbarem … weiterlesen

Smartphone, Lippenstift und Schlüssel

Bernhard Schwendemann

„Du hast es sehr schnell gespürt, und natürlich gibt es auch alle Anzeichen dafür: Diese ganz besondere Verbindung, diese starke emotionale Vertrautheit …!“ Ob Urlaubsflirt, Affäre oder längere Beziehung, bei vielen ist die Liebe zentrales Lebensthema. Und trotzdem klappen Beziehungen oft so gar nicht, wie man es sich wünscht! Macht man was falsch? Habe ich einen Beziehungshänger? Sind alle Männer tatsächlich Schweine und die Frauen wirklich naiv? Mit „Smartphone, Lippenstift …“ gibt der bekannte Coach, … weiterlesen

Die Wiedergänger und Lenins zweite Revolution

Milan Ráček

2017: 100 Jahre Russische Revolution …? Als der exzellente Tier- und Humanpräparator Philipp Pannak erfährt, dass er seine geliebte Arbeit aus Altersgründen nicht mehr fortsetzen kann, entscheidet er sich kurzerhand, elegant aus dem Leben zu gehen. Dass er dann im Jenseits die Aufgabe übertragen bekommt, die nunmehr im Fegefeuer „lebenden“ Mumien zu restaurieren, damit hat er in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Aber auch damit nicht, dass Läuterung keine Buße ist, sondern das Wiederholen der … weiterlesen

Mein grünes Traumbuch

Richard Bletschacher

Ein Jubiläums-Buch zum 80. Geburtstag des Autors: Es fußt auf langjährigen Aufzeichnungen von Träumen, die wie kleine Kunstwerke anmuten: Neben die Reflexion zu Ausgangslage, Inhalt und möglicher Deutung der Träume tritt die ordnende und stilgebende Hand des Verfassers und die Offen­heit eines Mannes, der den Leser, die Leserin hineinbittet, hineingeleitet in seine Gedankenwelt. Eine faszi­nierende Prosa zwischen Wachen und Träumen, aus der Zeit, wo der Tag die Nacht umarmt, vielleicht aus der Stunde des Wolfs.

Marlowe und die Geliebte von Lope de Vega

Gerald Szyszkowitz

Gerald Szyszkowitz nimmt in seinem neuen Roman den Faden wieder auf, den er mit „Das falsche Gesicht oder Marlowe ist Shakespeare“ so kunstvoll gesponnen hat: Christopher Marlowe ist incognito ins spanische und später italienische Exil gegangen und schreibt dort weiter seine Theaterstücke, die an Shakespeare geschickt und unter dessen Namen aufgeführt werden. Dabei lernt er Miguel de Cervantes und Lope de Vega, aber auch die brillante Schauspielerin Micaela de Luján kennen … Der Autor lässt … weiterlesen

Echo der Heimat

Heinrich Thaler

Erinnerungen als mächtiger Wasserfall Sich in die Tage der Kindheit und Jugend zu versetzen, ist ein schwerer Gang, und am treffendsten scheint er Schriftstellern zu gelingen. So dreht Heinrich Thaler, Arzt und Wissenschaftler, in zuweilen kühnen Reimen das Rad der Zeit zurück. Sein Fortgang aus Bad Gastein reflektiert den fehlgeleiteten Fortschritt der Heimatstadt – Weiterentwicklung und Verfall als gegenläufiges Strömen oder auch als gefährlicher Strudel. Wir werden durch die gewollt einfachen wiewohl teils scharf pointierten … weiterlesen

»Erst wenn die Nacht fällt«

Stefan Zweig

DER POLITISCHE STEFAN ZWEIG! “Dieses Schweigen, dieses furchtbare, undurchdringbare, endlose Schweigen, ich höre es bei Nacht, ich höre es am Tag, es erfüllt mein Ohr und meine Seele mit seinem unbeschreiblichen Schrecken.” Viel zu wenig beachtet wurde bislang, dass Stefan Zweig, der Verfasser sensibler Erzählungen, mit ungeheurem Engagement Anteil an den politischen Themen seiner Zeit nahm: der Einigung Europas und den Gefahren, die nach dem Ersten Weltkrieg heraufzogen. Überzeugt vom “Geiste der Humanität” schreibt er … weiterlesen

Die Schaufensterfrau

Friedrich Hahn

Eine Frau in der Großstadt, allein …   Die Auslagen, die Hannah dekoriert, finden große Beachtung, doch sie selbst ist unscheinbar, scheinbar unsichtbar. Sie muss sich dann schon einmal einen Detektiv engagieren, damit jemand ein Auge auf sie wirft … Gewiss, da passiert in ihrem Umfeld ein Mord, und der Tote liegt in einer “ihrer” Auslagen; sie hat eine Beziehung und einen Ex-Ehemann, sie fährt zur Kur und trifft ihre Freundinnen -, dennoch läuft irgendwie … weiterlesen

Bei gleichzeitigem Verschwinden

Dorothea Macheiner

Wo die Historie schweigt, spricht die Poesie. Dorothea Macheiner wirft mit fundiertem Wissen Licht auf verheimlichte Begebenheiten und GELEUGNETE GESCHICHTE(N), spart auch nicht mit mutiger Kritik an heutigen Fehlentwicklungen … Die prähistorischen GÖTTINNEN wurden im Patriarchat erfolgreich verdrängt. Also wird die Autorin bei ihren Reisen zu Kultstätten oder Artefakten nach MALTA und GOZO, in die WACHAU, ins WALDVIERTEL oder nach ST. MARGARETHEN zurückverwiesen auf ihre HOHE INTUITION: Sie lässt Visionen und Träume aufsteigen, tritt in … weiterlesen

Höllenkinder

Gabriele Kögl

Ihr achtzigster Geburtstag erscheint der gebrechlichen Bäuerin ganz und gar nicht als Anlass für großes Feiern. Gerät schon das von ihren beiden Kindern mit aller Vehemenz organisierte Fest zu einer Plage, so wird sie noch mehr von den ewig wiederkehrenden Fragen der Tochter über ihre Vergangenheit gepeinigt, insbesondere der nach ihrem Vater. Ist die Wahrheit wirklich immer zumutbar? Gabriele Kögl gibt der unwilligen Jubilarin in einem großen wie großartigen inneren Monolog die Stimme, die ihr … weiterlesen

One Way Ticket

Lilith Schwarzeneck

Nach dem Ende einer langen Liebesbeziehung, die verzaubernd begann, aber nach und nach zu einer SM-Obsession wurde und zu einer emotionalen Abhängigkeit führte, steht die junge Frau Lilith vor einem einzigen Scherbenhaufen, innen wie außen. In schonungsloser Offenheit und mit bemerkenswerten Tiefgängen beschreibt sie – mit Rückblenden auf Höhenflüge und Abstürze mit Mr. Snow – ihren Weg in die Freiheit. Dafür wählt sie eine Dating-App mit den vielen, vielen fantastischen Möglichkeiten. Beim Lesen leidet man … weiterlesen

Kurs halten!

Christian Bauer

Der Kampf gegen eine Thrombose im Bein gerät dem Helden dieser Erzählung zu einem Wettstreit zur See – mit niemand Geringerem als dem legendären Captain Ahab. Auch dieses Kräftemessen wandelt sich: Der schroffe Gegner wird zum Lehrer der Geduld und der Stille, zum ermutigenden Helfer, wieder zum vermeintlichen Widersacher … und erneut zum amikalen Trinkkumpanen. Als aus dem Meer eine riesige Blutwelle auf sie zutreibt, läuft das Geschehen im wahrsten Sinn des Wortes aus dem Ruder … weiterlesen

Tod bringen

Klaus Rohrmoser

Wie in seinem vielbeachteten Roman “Dunkle Mutter Finsternis” führt Klaus Rohrmoser auch in seinem Erzählband die Leser auf düstere Wege, in eine Welt, die in vielen Details vertraut scheint und doch eigentümlich entstellt ist. Ob es das merkwürdige Geschehen um ein Findelkind ist oder der verzweifelte Irrweg einer Terroristin oder die gleichsam fluchbeladene Lebensbahn eines Außenseiters – die Geschichten verstören und erzwingen Aufmerksamkeit. Obwohl die Sprache oft beiläufig wirkt und der Ton harmlos anmutet, erzeugen … weiterlesen

Gott und der Paradiesvogel

Isabella Bogner-Bader

Die schillernde, strahlende Künstlerin Isabella Bogner-Bader erhält völlig überraschend die erschütternde Diagnose “Leukämie”. In ihren Aufzeichnungen, vom Krankenbett aus geschrieben, wird nichts beschönigt, nicht die nagende Angst, die aufkommende Verzweiflung, die Trostlosigkeit und das Leiden, auch nicht die schmerzende Sehnsucht nach Berührung … Dennoch ist das Buch von dem Entschluss getragen, das Schicksal – dem Tod so nahe zu sein – anzunehmen. Denn sie spürt jemanden an ihrer Seite, dem sie absolut vertraut und mit … weiterlesen

Setzen! Nicht genügend!

Christian Locker

Regelmäßig treffen sich einige ehemalige Schulkameraden in einem Wiener Kaffeehaus, reden über ihren Alltag und frühere Zeiten. Eines Abends sitzt überraschend einer am Stammtisch, der vor Jahrzehnten ermordet wurde, verschwindet dann wieder, vergisst jedoch sein Lateinbuch …, ein Indiz, dass es sich um keine Einbildung gehandelt haben dürfte. Nacheinander kippen die Männer aus ihrer Gegenwart, müssen pünktlich zum Unterricht in ihrer alten Schule in der Nähe von Schönbrunn erscheinen, lungern nachmittags in längst aufgelassenen Lokalen … weiterlesen

I. Korinther 13

Johannes Twaroch

Eine Liebesgeschichte, eine Heiratssache, ein morbides Wien Der arme Poet Franz Joseph liebt die lebenslustige Odilie, doch diese erwählt den erfolgsorientierten Alfred. Keine wird je seinem Sehnen genügen, und er versucht, dem Schmerz schreibend ein Ventil zu verschaffen. Aber durch Johannes Twarochs Feder wird aus Franz Josephs Beschreibung einer lebenslangen Obsession dann doch kein neuer Kitschroman. Seine kurios schlenkernden Sätze, das Stakkato an originellen Einschüben wie Zwiesprachen mit der Leserschaft, sein funkensprühender Sprachreichtum, sein ironisierender … weiterlesen

Die Hutfabrik

Stephan Denkendorf

Aufstieg und Fall des Hauses Pau Durchgewalkt wird der Filz in der Hutfabrik und ebenso die Menschen, die im Schatten dieser Fabrik, in dieser und durch diese leben oder – sterben. Über ein Jahrhundert spannt sich südlich von Wien das Geschehen, das Stephan Denkendorf in pointilistisch gestreuten Szenen nachzeichnet. In das schale, mäßig bunte Leben schleicht der alltägliche Schrecken, und Angst und Grauen machen sich breit – manchmal unmerklich und doch mit tödlicher Gewalt. Mit … weiterlesen

Das falsche Gesicht oder Marlowe ist Shakespeare

Gerald Szyszkowitz

Drama des Dramendichters Wer wird nicht seinen Shakespeare loben? Dieser Roman lässt miterleben, dass es auch ganz anders hätte sein können rund um das berühmte Globe Theatre: Christopher Marlowe, der geniale Autor, fällt wegen Freigeisterei in Ungnade, rettet sein Leben, indem er untertaucht. Und will doch seine Stücke aufgeführt sehen. Gerald Szyszkowitz führt kenntnisreich, einfühlsam und pointiert in das London von Elizabeth I., in sein Szenario aus Hofintrige, sexueller Repression, drakonischer Justiz. Ein spannendes Stück … weiterlesen

Im Narrenturm

Christl Greller

Kleine Kunststücke – preisgekrönte Erzählkunst! Im flirrenden Licht verschwimmt die Grenzlinie zwischen guter Stube und Narrenturm: Christl Greller beschreibt Menschen, denen die „Normalität“ entgleitet. Von kleinen Verrücktheiten bis zum tödlichen Wahnsinn reicht das Bild. Im Gebälk des Alltags knirscht es, das Andere bricht sich Bahn. In jeder Silbe wird die präzise Beobachtung der Autorin spürbar. Verknappter Ausdruck, schonungslose Wortflüsse, fesselnde Satzströme ziehen den Leser, die Leserin durch Farben, Gerüche, Zustände, Gefühle ‘ in eine konzentrierte … weiterlesen

Erzählungen aus dem Abseits

Richard Bletschacher

Ein Asylwerber, erfroren im Fahrgestellgehäuse eines Flugzeuges, eine ganz normal anmutende Reise, die zum Ereignis mutiert, ein Spaziergang, der in die Erkenntnis mündet, fliegen zu können … Mit scheinbar einfacher Sprache nähert sich Richard Bletschacher höchst komplexen Themen an: dem Tod, dem Wert der Kunst, dem Reiz zufälliger Begegnungen mit ungeahnter Tragweite, die man schicksalhaft nennen kann. Der Autor zeigt in überzeugender Weise, wie sehr die kleinen Formen der Prosa geeignet sind, der Realität – … weiterlesen

SCHLOSS HUNYADI, TATORT

Gerald Szyszkowitz

Ernst ist das Leben, heiter die Kunst. Wenn aber ein Schauspieler bei der Premiere plötzlich halb tot in seiner Garderobe liegt, wenn sich dem Regisseur, der versucht Licht in das Geschehen zu bringen, menschliche Abgründe auftun, dann gerät das geruhsame Leben in der Provinz selbst zur Tragödie. Eine erotisch aufgeladene Arthur-Schnitzler-Inszenierung im Schloss Hunyadi, dunkle, bis zum Kriegsende zurückreichende Geheimnisse um das Kloster Sankt Gabriel, laue Sommertage in Maria Enzersdorf: Diese Treibhausatmosphäre wird zu der … weiterlesen

Dunkle Mutter Finsternis

Klaus Rohrmoser

ENDZEIT: Waren Kriege die Auslöser, von Menschenhand verursachte Umweltdesaster oder Naturkatastrophen oder alles zusammen? Wer trägt die Verantwortung? – Für die Personen des Romans sind diese Fragen schon lange nicht mehr relevant: Sie führen einen fast aussichtslosen Kampf ums Überleben. Einzeln oder in kleinen Gruppen ziehen sie durch das verwüstete und verödete Land, sie treffen andere Überlebende, manchmal töten sie diese auch – oder sie laufen Gefahr getötet zu werden. Ihre Suche gilt einem Ort, … weiterlesen

GROSSO MOGUL

Stephan Denkendorf

Seine letzten Lebensjahre führten Antonio Vivaldi nach Böhmen, nach Venedig, schließlich nach Wien. Trotz hohem Ansehen und europaweitem Ruhm war eine Künstlerexistenz schon damals ein steter Kampf ums Überleben. Stephan Denkendorf entwirft einfühlsam und mit großer Sachkenntnis ein Komponistenporträt, zugleich macht er mit pointilistischer Leichtigkeit eine ganze Epoche erlebbar und zeigt das Alltagsleben von Menschen um Vivaldi: Bühnenbildner, Orchestermusiker – aber auch Bäcker, Kutscher, Prostituierte … Aus kleinen Ausschnitten entsteht ein Ganzes, faszinierend in seiner … weiterlesen

BEISTRICH

Şerafettin Yıldız

Nimm dich immer mit, egal wohin du gehst! Eine Hommage an die Gefühle und an eine Stadt … Serafettin Yildiz hat einen Liebesroman der besonderen Art geschrieben:  Sein Erzähler, Der Fließende, ist unermüdlich auf der Suche nach der Poesie des Lebens, nach einer Zuflucht vor seiner Zerrissenheit, nach einer Liebe jenseits von Zeit und Raum. Durch die Cafés seiner Heimatstadt Wien treibt ihn die Unrast, während eine Unbekannte immer mehr hineingezogen wird in seine Worte, … weiterlesen

Die fabelhafte Welt der Valerie

Maria Gornikiewicz

Maria Gornikiewicz schreibt heitere Miniaturen aus dem Alltag,der durch ihren, sprich: Valeries originellen Blickwinkel sogleich zum Nicht-Alltäglichen mutiert. Seien es Arztbesuche oder die Produkte der heutigen Konsumwelt, sei es die Fahrt mit der Straßenbahn, oder ein Einkauf im Supermarkt – was einfach sein könnte, gestaltet sich künstlich kompliziert, wo mehr Lebensqualität versprochen wird, lauern Desaster … Obwohl kritisch im Grundton, geraten die Reflexionen der Autorin dennoch nie zu mieselsüchtigem Genörgel. Dem steht ihr Hang zur … weiterlesen

Das Geschenk des Apollon

Gerlinde Friewald

Alexandria im ersten Jahrhundert vor Christus – die mythenumrankte Ära von Kleopatra ist angebrochen. Als sich in diesem Zentrum der Wissenschaft der Besuch einer Experten-Delegation aus Pergamon ankündigt, ahnt die junge Ärztin Kynthia von Delos noch nicht, dass sie schon bald in ein tödliches Netz aus Intrigen und Verrat verstrickt sein wird. Grausame Gewalttaten ereignen sich vor der spektakulären Kulisse einer sagenumwobenen Bibliothek. Das berühmte Museion, der gigantische Pharaonenpalast und die prunkvollen Gärten der Weltstadt … weiterlesen

Johannes Twarochs LobhudelHeft

Nadja Rösner-Krisch & Erich Schirhuber (Hrsg.)

Johannes Twaroch war viele Jahrzehnte als Hörfunkredakteur eine wesentliche Anlaufstelle für Autorinnen und Autoren. Anlässlich seines siebzigsten Geburtstages zeigt ein Blick auf sein eigenes literarisches Werk wiederum, dass er selber als ein Schriftsteller von Rang genannt werden muss: ein senibler Erzähler, ein schlitzohriger Aphoristiker, ein humorvoller Essayist. Neben neuen und wiederzuentdeckenden älteren Texten versammelt der Band Beiträge von Dietmar Grieser, Alfred Komarek, Matthias Mander und anderen, die schönsten Jubelkritik, den ärgsten Verriss, Reflexionen über das … weiterlesen

Petri Heil!

Michael Stradal

Zum Fischen benötigt man die richtigen Köder. Petri Heil! Dass Gottfired Mayerböck auf seine alten Tage noch ein “Gspusi” gehabt hat, verwundert alle. Doch dass diese Unbekannte die Beziehung per Schreibmaschinen-Brief beendet und er darauf seinem Leben ein Ende setzt, ist zwar für den Revierinspektor eine klare Sache, nicht aber für den angereisten Hauptkomissar. Schon bald kommen Vorkommnisse ans Tageslicht, die nicht nur eine Kartenrunde und einen Fischereiverein ins Zwielicht bringen, sondern auch die Charakterzüge … weiterlesen

Punti Verdi

Michael Stradal

Michael Stradals phantastische (Musiker-)novellen haben es an sich, dass man nach der Lektüre nicht ganz sicher sein kann, was der historischen Wahrheit gerecht wird und was erfunden ist, denn Unwahrscheinliches und Historie sind zu eng umschlungen. Im Fall ‚Punti Verdi’ hingegen muss man sich – will man es ganz genau wissen – möglicherweise bis zum 10. Oktober 2013, Verdis 200. Geburtstag, gedulden.  “Und wie oft haben wir uns gefragt: Was wäre, wenn die Ereignisse ganz … weiterlesen

Total indiskret

Johannes Twaroch

“Und auch Qualtinger ist bekanntlich nicht als Antialkoholiker in die Annalen eingegangen. Ein Krügerl sind sechs Semmeln, rechnete er. Den Gespritzten trank er grundsätzlich ohne Mineralwasser. Einmal bestellte er in der Kantine des Wiener Funkhauses ein Viertel. ‚Roten oder Weißen?’, fragte der Kantineur. Quasi: ‚Seid wann habts ihr an roten Slibowitz?’” Auch Genies haben Alltagsprobleme wie unsereins. Sie leiden unter Geldmangel, Zahnschmerzen und Hämorrhoiden, müssen sich mit Alkproblemen, Liebeskummer und dem Finanzamt herumschlagen, betrügen und … weiterlesen

Die Wunden der Drina

Margareta Mirwald

Balkankrieg – Erzählen gegen das Vergessen! “Die Sprache hatte uns wieder – mit einer Hand hatten wir uns an den Rand des Unsagbaren gehalten, und mit einer Hand hielten wir uns und einander an den glitschigen Worten fest. Alles Gute – wofür eigentlich? Wozu?” Eine österreichische Lehrerin, die in ihrem Berufsalltag immer wieder mit den traumatischen Nachwirkungen des Balkankrieges konfrontiert ist, begibt sich mit ihrer von dort stammenden Haushaltshilfe zu den Orten des Geschehens … … weiterlesen

Oid und grantich

Edith Haider

Am Ringlschbüü “Mia sizzn olle am Ringlschbüü und des Lem fliagt aun uns vuabei. Und da Ringlschbüümau ged rundumadum, schaud auf de Ua, und wauns Zeid is fia di oda mi, miass ma hoid ausschdeign.”   “Das Buch, das Sie, sehr geehrte Leserinnen und Leser, nun in der Hand haben, erschließt eine eigene, eine einzigartige Welt, deren Kenntnis Ihren Wirklichkeitsbesitz, Ihre Bewährungsfähigkeit steigert. Wieso das? Weil Ihnen hier tiefe Einblicke voll feinster Unterscheidungskraft geschenkt werden, … weiterlesen

Neun Gärten der Liebe

Mehrzad Hamzelo, Rudolf Kraus, Gorji Marzban (Hrsg.)

Orient berührt Okzident. Die zauberhaften und verzaubernden Gefühlswindungen und Wortbilder persischer Liebeslyrik sind in diesem Buch so einfühlsam nachgedichtet, dass man nur sagen kann: Lassen Sie sich in die Leichtigkeit der neun persischen Gärten der Liebe mitnehmen! “Der Stift, das Papier, der Computer werden unsere Waffe; unsere Worte werden zum Widerstand; wir, die Künstler, zu Verfolgten. Die LyrikerInnen, denen im vorliegenden Band Raum gegeben ist, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ihr Wort zu kennen … weiterlesen

mein haiku schmeckt gut

Rudolf Kraus

Fasziniert von den japanischen Versformen, verfasst ein österreichischer Lyriker seine Haiku – Dreizeiler mit 17 Silben. Und löst damit selbst Faszination aus … Zählen ist erlaubt, einfach wirken lassen ist besser. “ich schreibe haiku bin aber kein japaner zählen kann ich schon”

Im Herbst fast weiß

Erich Schirhuber

“Frischluft denkt er am Waldrand sitzend wo ist die Amöben furzen vor sich hin und die Pantoffeltierchen übergeben sich einen sauren Geruch verbreitend dort hat eine Blaualge einen heftigen Durchfall dort drüben sitzen ein paar Viren oanierend in der Gruppe ausgelassene Staubkörner werfen Fläschchen mit Buttersäure Frischluft denkt er Frischluft ist Unsinn” Wo Erich Schirhuber seine lyrische Hand drauflegt, wird Großes recht klein und das Unbeachtete riesig. “Mitunter halt”, würde er beifügen. “Schirhuber verblüfft immer … weiterlesen

Der Kopf des Großmeisters

Dorothea Macheiner

“Die balsamische Luft und das Rauschen der See, das mich zurückführte zu jenem erstaunlichen Wissen: Und Du warst auch hier. Ich bin eingetreten in das Jahrtausende alte Gedächtnis der Steine.” Malta – Ravenna – und wieder: Malta/Valletta … Eine seltsame Reise mit geheimnisvollen Offenbarungen. In erzählerisch-leichter Weise folgt die Autorin neuen Spuren Fra JEANs, diesmal auch jener des Barockmalers MATTIA PRETI … – Und immer die Frage: Wer war dieser Mensch? Fundiertes wissenschaftliches Wissen ist … weiterlesen

Von der menschlichen Dummheit

Wolfgang Jedlicka

“Die menschliche Dummheit ist eine Macht. Sie macht die einen vergnügt, den anderen Sorgen. Sie macht Politiker übermütig, sie macht die liberale Demokratie lächerlich, sie macht Spekulanten reich und die Sparer arm, Anlageberater zu Jongleuren im Wanderzirkus des Kapitals, sie macht Werbeprofis fröhlich, sie macht den Verhaltensforschern Kopfzerbrechen, und sie macht den Wissenden mitunter Angst, nicht vor der Dummheit an sich, sondern vor ihren schrecklichen Folgen. Den gescheiten Unredlichen macht sie bestenfalls vor den Gerichten … weiterlesen

"Wer die Wahrheit spricht ..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten."

Tobias Kiwitt und Ulrich Klan (Hrsg.) / Amnesty International und Armin T. Wegner-Gesellschaft

“Das Recht des Menschen ist mit ihm geboren worden. Dies ist das heiligste Gesetz der Erde.”  Armin T. Wegner, 1919 Eine Hommage an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und an Armin T. Wegner – und ein einzigartiger Lese- und Erfahrungsband zu den Menschenrechten mit 26 Kurzgeschichten! Die Unteilbarkeit der Menschenrechte spiegelt sich in diesem Lesebuch auf eine ganz besondere Weise wider: 26 AutorInnen widmen sich je einem Menschenrechtsartikel. Keiner der Beiträge beinhaltet wirklich nur ein … weiterlesen

Zum Beispiel im Süden

Erich Schirhuber

Ein Buch, das Lust auf individuelles Reisen auf höchsten Niveau macht oder die eigenen Erfahrungen retrospektiv ergiebig bereichert. In altgewohnter Weise und in unverwechselbarem Tonfall gehen die Gedichte dieses einzigartigen österreichischen Schriftstellers von Reisen aus und auf Reisen zurück. Die Texte in sich sind topographisch und erinnern an kleine Reisezyklen: der Norden Deutschlands, Bayern, das Salzkammergut in Österreich, die friulanische Küste … Von der ersten bis zur letzten Seite solcherart geschrieben, dass man am liebsten … weiterlesen

Erde im Herzen

Stephan Denkendorf

“Wenn ich zeichne, erzähle ich. Und meine Geschichten sind Bilder.” Prosatexte der anderen Art – rund um banale wie eigenartige Existenzen der Protagonisten, mit der ständigen Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres Daseins. Und: Was ist Existenz überhaupt? Was ist Wirklichkeit? Ein pures Lesevergnügen: erstaunlich, farbig und expressiv. “Zwischen Zügen und Geleisen irrt der Gebirgszwerg herum. Mit diesen zitternden Lippen: wenn jemand die Sprache verliert. Da bleibt er stehen. Reißt sich die dreckig-rote Zipfelmütze vom Kopf: … weiterlesen

80 plus

Heinrich Eggerth

Eine Festschrift! “Die Augen gehen einem auf für das, was man jetzt sieht. Die Welt wird kleiner, glaubt man, aber in Wahrheit wird der Garten immer größer, die nächste Umgebung interessanter. Dem Tanz der Eintagsfliegen im Sonnenuntergangslicht könnte man immerfort zuschauen. Ewig ging man nur vorüber an allem, jetzt bleibt man stehen.” Selten hat jemand den Umgang mit dem Alt-Werden so schonungslos und klar beschrieben, wie Heinrich Eggerth es tut. Eigentlich hätte es eine Festschrift … weiterlesen

p-attacke

Hilde Langthaler

Wenn man glaubt erahnen zu können, wohin eine Geschichte gehen wird, belehrt einen ein Satz, eine Satzfrequenz augenblicklich eines Besseren.   “zu hause würden sie jetzt wohl die köpfe schütteln. na und ob! heut aber jedenfalls kein anlass rot zu werden! ist sie doch eben erst aus ihrer angestammten haut gefahren, um wesenlos in lichte höhen der musik – derlei geht sie doch längst schon nichts mehr an. nicht sie, nur ihre abgestreifte haut.”

Von der Seife ins Fettnäpfchen

Susanne Dobesch, Elisabeth Stifter

Sinnvolle Traditionen: ja, schlechte Angewohnheiten: nein. Diese Essays der etwas anderen Art sind für jene gedacht, die im Alltag und im Business Altes wie Neues, Logisches wie Provokantes schätzen. Egal ob man nun an Gott glaubt, metaphysisch denkt oder spirituell ist, ob man sich als pragmatischer Rationalist sieht, für diese Lektüre ist Humor die einzige Voraussetzung. Mit viel Fingerspitzengefühl bei der Wortwahl und bei einem rasanten Wechsel von Interpretationen historischer Weisheiten, pointierten Ratschlägen, kniffeligen mathematischen … weiterlesen

Franz Liszt und das Geschenk der Madame Babèrre

Michael Stradal

Realität und Fiktion, Geschichte und Fantasie vermischen sich bei den Gruselgeschichten von Michael Stradal rund um große Musiker wie Haydn, Mozart und Beethoven. Eine neue phantastische Novelle zum Liszt-Jahr 2011: Dabei geht es um den Tastentiger, eine Wahrsagerin, existenzielle Entscheidungen, eine Wunderdroge, geheimnisvolle Briefe. “Der größte Pianist aller Zeiten, eine Wahrsagerin, existentielle Entscheidungen, eine Wunderdroge, geheimnisvolle Briefe, … eine ‚phantastische neue Komposition’ von Michael Stradal zum Lisztjubiläumsjahr 2011.” Eduard und Johannes Kutrowatz (Intendanten Liszt Festival … weiterlesen

HochZeiten / Vznešené okamžiky

Milan Rácek

Wie der Titel besagt, ist der Drehpunkt jeder Geschichte eine Hochzeit. Gleichermaßen werden mit viel Fingerspitzengefühl soziopolitische, historische, psychologische Themen mit allem gebotenen Ernst aufgegriffen, um sie satirisch und mit einer guten Portion Humor wieder zu entschärfen. Allen Texten immanent ist die scharfe Beobachtungsgabe bei gleichzeitiger Empathie des Autors, was unter anderem darin wurzelt, dass er, wie der Biografie zu entnehmen ist, in Tschechien geboren und aufgewachsen ist, seit langem in Österreich lebt und brisanterweise … weiterlesen

Fra JEAN

Dorothea Macheiner

“W i r – noch wusste ich nicht, dass auch Du hier warst. Du, dessen Spuren ich auf labyrinthischen Wegen gefolgt war. Dessen Schicksalsfäden ich mit den Meinen verknüpft fand, sodass mir eines Tages erlaubt wurde, Dich beim Namen zu nennen …” Ein alternatives Reisebuch rund um Malta? Eine Geschichtsschreibung der besonderen Art? Oder ein literarisches Meisterwerk, das nicht nur über mythologische und historische Ereignisse berichtet, sondern sie spiralig durchdringt – und mit einer gewagten … weiterlesen

Vergessene Landkarten

Heinrich Thaler

“Man hat uns, als wir Kinder waren Mit der falschen Landkarte Auf die Reise des Lebens geschickt Wir haben dies schon lange erkannt Es aber nicht wahrhaben wollen Und immer versucht, die Landschaft um uns An die Landkarte anzupassen …” Heinrich Thalers Gedichte sind wie prägnante Reflexionen zum Leben und zum Tod – tiefgründig, fragend, sinnsuchend und kurzweilig. Betrachtet man das Leben als eine Abfolge von spiraligen Schlingen, so sind seine Gedichte und Stimmungsbilder die … weiterlesen

Die Briefe der Rosalyn Haydn

Michael Stradal

“Gefangen in den Wirren eines Kriminalfalls legt man das Buch erst aus der Hand, wenn alle Rätsel gelöst sind. Aber sind sie das?” Haide Tenner(ORF) “Spannend verknüpft Michael Stradal quasi-realistische Elemente aus dem Leben Joseph Haydns mit merkwürdigen Ereignissen, die einem österreichischen Geschäftsmann ungarischer Herkunft, der sich in eine Amerikanerin verliebt, widerfahren.”  Josef Thonhauser (Universität Salzburg)   “Leben direkte Nachkommen von Haydn in Philadelphia? Das Verschwinden eines geheimnisumwitterten Manuskriptes führt über den Atlantik nach ien … weiterlesen

tausend schritte neben mir

Rudolf Kraus

“mit spitzer feder schreibe ich deinen namen in mein herz soll der schmerz der lust brennen”   “Der Autor nimmt uns mit auf seiner Reise durch die Topografie der Gefühlswelt. Wie kleine Fähnchen markieren die Texte die Orte ihres Entstehens: Wien, Bozen, Köln, Rhodos, Hamburg u. a. Ort und Zeit sind bestimmt – der Ausgang bisweilen ungewiss oder überraschend.” Anton G. Leitner   In seinen neuen Sprachbildern gibt der Autor seine Gefühle preis: eine schonungslose … weiterlesen

Notlandung im Schlaraffenland

Erich Sedlak

Erich Sedlak besticht in seinen neuen Satiren nicht nur durch brillanten Wortwitz, einen rasant vorangetriebenen Sprachduktus und eine gelungene Melange aus präzisen, in hochdeutsch verfassten Passagen und delikatem Dialekt, sondern gibt auch tiefe Einblicke in die menschliche Seele. In alltäglichen Geschichten innerhalb der Familie, über Geschäfte, zu Reiseerlebnissen, “von der Straße” oder in Gaststätten führt er Menschliches nur allzu menschlich vor Augen. Oder wie es als Einführungstext anlässlich seiner zahlreichen ORF-Sendungen zu hören gab: Immer … weiterlesen

Karlas Lauf gegen die Raumzeit

Walter Kreuz

Und wir? Ja, wir geben bald nur mehr ein leises Mmm von uns. Jetzt wird meine Geschichte beginnen. Und ich scheide in der Kraftlosigkeit meines Feldes, seelenlos glücklich. Gegen Unendlich konvergierend. Eine Wiener Straßenbahnlinie, das laufende, fliehende, kratzende, boxende Mädchen Karla, das schweigt, was zur Folge hat, dass alle um Karla herum zu sprechen beginnen. Ungewöhnliche Begegnungen und immanente ‚Ereigniskoordinaten’ lotsen uns in die Welt des Autors. In sprachlich einzigartiger Form, der man sich nicht … weiterlesen

Woher kommst du, dass du meinen Namen weißt

Margareta Mirwald

“Niemand weiß, was die nächste Viertelstunde bringt. Ich habe die Sonne gesehen, lächelst du.” Zu erleben, wie ein geliebter Mensch in nächster Nähe stirbt, erzeugt eine quälende Hilflosigkeit, in der man sich jenseits des Diesseits’ befindet und vielleicht noch darüber hinaus. Ein schier unbeschreibliches Alles: Verzweiflung, tauber Schock, Wut, überwältigende Trauer. Gleichzeitig wild strömende Liebe und tiefe Sehnsucht nach dem Einen – ohne zu wissen, was Es bedeutet und wo Es sich befindet. Sterne, die … weiterlesen

Der Beethoven-Tee

Michael Stradal

  “Michael Stradal entwickelt sich zum Spezialisten für phantastisch – phantasievolle Gruselgeschichten rund um große Musiker. Diesmal steht Ludwig van Beethoven im Mittelpunkt – oder sollte man vielleicht besser sagen: im geheimnisvollen Zwie­licht – einer haarsträubenden Story.”   Gerhard Kramer (Musikschriftsteller)   “Realität und Fiktion, Geschichte und Phantasie vermischen sich – und die detektivische Arbeit führt zu unerwarteten Resultaten. Müssen wir die Musikgeschichte ändern?”   Haide Tenner (ORF)   “in Toter als Geist, eine Burgruine … weiterlesen

wer in aller welt weiß

Hilde Langthaler

“Satirisch, ironisch, sarkastisch, auch selbstkritisch nimmt sich die Autorin unsere Erde vor. Philosophisch-theologische Gedanken klingen an. Immer wieder werden Fragen gestellt, über Leben, Liebe, Tod – ‘ist denn alles falsch, was wir tun?’, so endet ein Text, ein anderer fragt kurz und bündig: ‘wie reimt sich das zusammen?”  Elfriede Haslehner   “… suchende Texte, die sich aber nicht nur auf die Recherche per se beschränken, sondern vorder- und hintergründig auch Antworten entwerfen, selbst wenn diese … weiterlesen

Das Geheimnis um Mozarts Amalien-Etüde

Michael Stradal

Ein Pianist reist nach Schottland, um sein Erbe anzutreten. Dort findet er nicht nur ein mysteriöses Gutachten über eine bislang unbekannte Etüde Wolfgang A. Mozarts, sondern auch die Originalnoten. Die Ereignisse beginnen sich zu überstürzen …   “Um das anscheinend Unmögliche zu ermöglichen, bedarf es eines Genies! Spannend und einfühlsam erzählt Michael Stradal von der spielerischen Faszination des Wettens, von der Hochschätzung des Schöpferischen, von der Genialität Mozarts. – Freilich, der Kampf gegen das Böse … weiterlesen

Literatur-Vade me cum

Rudolf Kraus

“Wenn Ihnen die Welt nicht gleichgültig ist, dann sollten Sie zum einen überhaupt Gedichte lesen, zum anderen mehr Gedichte lesen und zum Schluss könnten Sie es gleich einmal mit diesen Gedichten versuchen!” Diesen auf einen Lyrikband bezogenen Satz von Rudolf Kraus kann man getrost erweitern: Wenn Ihnen die Welt nicht gleichgültig ist, dann sollten Sie zum einen überhaupt lesen, zum anderen mehr gute Literatur lesen, und zum Schluss könnten Sie es gleich einmal mit diesem … weiterlesen

Iwan

Peter Miniböck

“Mein Name war Iwan. (…) Meine Verzweiflung war demnach an meinen Namen gebunden. Und an den meines Vaters, der genauso hieß.” 1946 bis 1955: Bei einem Spaziergang durch die Innere Stadt Wiens reiht sich Erinnerung an Erinnerung. Wenn man das neue Buch des österreichischen Literaten Peter Miniböck liest, meint man bald, selbst durch die Straßen zu gehen. Man hört förmlich die wohlklingend-ruhige Stimme des Schriftstellers, glaubt noch distanziert seinen Worten zu folgen – und ist … weiterlesen

aus der seele brennen

Rudolf Kraus

verwirrt manchmal stehe ich kopf metaphorisch natürlich erde will ich dann sein stellen meinen brocken erde sein nichts als ein stückchen davon nichts als ich   “Neben dem anarchischen Witz und der Belesenheit des Dichters und Bibliothekars bietet Rudolf Kraus auch in seinen neuen ‘sprachminiaturen’ etliche Möglichkeiten und Hinweise zur Wahrnehmungsbefreiung. Wunderbar komprimierte und (selbst)ironische Poeme mit genügend Zwischenräumen für voraussetzungs- und ballastlose, freie Blicke – bei denen ich habe aufpassen müssen, sie vor lauter … weiterlesen

Atem los

Irene Apfalter

Eine junge Frau erwacht eines Morgens und nimmt mit Entsetzen und Verwunderung wahr, dass sie nicht mehr atmet. Mit der minutiösen Schilderung der nun folgenden fünf Tage ist es Irene Apfalter nicht nur gelungen, auf die psychische Situation einer am Borderline-Syndrom leidenden Frau aufmerksam zu machen und dass eine (psychische) Erkrankung nicht bedeutet, nicht künstlerisch und literarisch Wertvolles zu schaffen (ganz im Gegenteil). Ihr im wahrsten Sinn des Wortes in rasanter Atemlosigkeit und in einem … weiterlesen

Eine Maria, die aus Enzersdorf kam ...

EDITION ROESNER

“Maria Enzersdorf ist ein Teil unseres Lebens, ist ein Stern, der am Himmel steht, ein Baum, der erblüht.” Kinderkultur – Kinderliteratur: In selbst erfundenen Märchen und Gedichten, Aufsätzen und Statements erzählen Kinder, wie sie in ‚ihrer’ Stadt leben, was sie beeindruckt, was ihnen gefällt oder nicht gefällt, was sie als Besonderheiten der Stadt betrachten, welche Wünsche sie haben, welche Probleme sie sehen – und was sie machen würden, wenn sie selbst BürgermeisterIn wären oder eine … weiterlesen

1968

Otmar Bauer

“die voraussetzung für eine selbstständige entwicklung sahen wir in der freiheit keinen beruf zu wählen, keine rolle, auch nicht die des künstlers anzunehmen – frei sein von beziehungen, keine eifersucht mehr, und die kinder sollen selbstständig aufwachsen.” otmar bauer nimmt in “1968” zu den themen studentenbewegung in wien, underground, wiener aktionismus, kommune friedrichshof und anderem mehr stellung. dabei gewährt er nicht zuletzt durch den typischen stil dieser zeit, das tempo, die besondere wortwahl einen authentischen … weiterlesen

Roathauberl, da Tatschgakini und ihre Freind

Jannes Krinner

Althergebrachte Märchen in steirischer Mundart lyrisch erzählt: Durch seinen besonderen Wortwitz und die überraschenden Pointen werden die Märchengedichte von Jannes Krinner zu einem originellen Lesevergnügen – nicht nur für SteirerInnen. Die Illustrationen des steirischen Künstlers Hans-Jörg Fürpaß erhellen zudem den imaginativen Raum des Buches – und laden die Leserin und den Leser ein, darin auch zu verweilen. Da Frousch fulgg seine Intaressn und taucht gach auf ban Obndessn.” Dem Tejchterl schwindt die Foab vom Gsichtl … weiterlesen

Literarischer Reigen

Edition Rösner

“Heut’ hat der Wind nach Heu gerochen, hier, mitten in der Stadt, nach Heu …”   Klaus Flemmich Ein Lesebuch für all jene, die die Identität eines schönen Ortes in der einzigartigen Vielfalt seiner literarischen Spurensuchen, ergründen – und genießen wollen, ein Lesebuch, das zum Nachdenken und Erkennen anregt, zum Lachen und zum Schmunzeln bringt und manchmal auch Wehmut erweckt, ein Buch, das einem Reigen gleich, für eine kurze Zeit ins wunderbare Reich der Dichtung … weiterlesen

Marietta, die Strohblumen und der Tanz durch die Weltenzeit

Nadja M. Krisch

Dieser Sommer der für mich so wunderbar nach Freiheit schmeckte, in dem die Luft gesungen hat, das Meer uns verschlang und die Erde uns wieder und wieder umarmte. Es war so, wie ich es mir später oft – sehr oft gewünscht habe, es noch einmal erleben zu können.   Sechs Frauen in der Mitte des Lebens, ein Festessen und eine Nacht voller Erinnerungen an ihre “wilden” Jahre in den Siebzigern. Die Gespräche: einmal komisch, einmal … weiterlesen

In einem Traum, durch ein Fenster

Richard Heinrich

Es befiel ihn die kindische Befürchtung, seine ganze Philosophie könnte einfach ungültig sein, lächerlich verpatzt, und einen Augenblick lang wollte er beten, daß Gott es so sein lassen möge wie er bewiesen hatte, daß es war; er schämte sich aber dieser Versuchung und sagte laut: ‚Ich bete nicht für einen Beweis. Einer liegt schlafend im Bett und sieht sich im Innenraum seines Traums humpelnd einen Platz überqueren. Ein anderer beobachtet durch ein geschlossenes Fenster, wie … weiterlesen